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Titelthema: Der sichere Stall

Auch der deutsche Mannschaftsarzt Dr. Manfred Giensch gehört zu der Gruppe „Ärzte im Reitsport“, die mit dem PM-Award ausgezeichnet wird. Foto: FN-Archiv

PM-Award 2016: Die Gewinner stehen fest

Stille Helfer im Hintergrund leisten Außerordentliches. Nur sieht man sie nicht und selten erfährt man von ihrem uneigennützigen Handeln zum Wohl der Pferde. Mit dem PM-Award stellen die Persönlichen Mitglieder zum zweiten Mal genau diese Personen in den Vordergrund. Die drei Gewinner 2016 wurden nun per Online-Voting ermittelt. Ihre Auszeichnung erhalten sie am 7. Dezember bei einer feierlichen Preisverleihung in Warendorf.

Über 30 Nominierungen für den PM-Award gingen seit Mitte des Jahres in der PM-Geschäftsstelle ein. Eine Jury wählte acht Kandidaten aus, die ab Oktober öffentlich für den PM-Award zur Wahl standen. In insgesamt drei Kategorien stimmten die Voting-Teilnehmer für ihren Favoriten ab.

Die Sieger in der Kategorie „Retter in der Not“ sind Tom Eckert, Tanja Schaffarz und Julia Budnik. Sie retteten im Sommer 2016 fünf verwahrloste Pferde aus einem Stall in Leutenberg und kümmern sich seitdem um die Pferde, die immer noch in tierärztlicher Behandlung sind. In der Kategorie „Verdienstvoller Förderer“ erhält Brigitte Forstner aus Wasserburg am Inn den Award. Mit ihrer Ammenstute „Frau Vogel“ ermöglichte sie in den letzten Jahren 19 Waisenfohlen einen artgerechten Start ins Leben.

Preisträger in der dritten Kategorie „Gemeinsam engagiert“ sind die „Ärzte im Reitsport“. Das fünfköpfige Expertenteam der Initiative (Dr. Patrick Dissmann, Dr. Manfred Giensch, Prof. Dr. Norbert Meenen, Dr. Christian Schröter und Nicole Sollorz) setzt sich für eine bessere und schnellere medizinische Versorgung bei Unfällen im Reitsport ein und schulte bereits über 100 Ärzte und Rettungsmitarbeiter. Informationen und Anmeldung zur Preisverleihung unter www.pferd-aktuell.de/pm-award.

US-Stadt Tryon richtet die Weltreiterspiele 2018 aus

Nach der Absage des Veranstalters im kanadischen Bromont hat der Weltreiterverband FEI nun einen neuen Austragungsort für die Weltreiterspiele 2018 gefunden: Das Mammutchampionat in acht Disziplinen (Springen, Dressur, Vielseitigkeit, Fahren, Voltigieren, Reining, Distanzreiten und Para-Dressur) wird vom 10. bis 23. September in Tryon im US-Bundestaat North Carolina stattfinden.

Ein gigantisches Areal mitten in der Landschaft: das Tryon International Equestrian Center (Foto).

Das Tryon International Equestrian Center bietet eine ausgezeichnete Infrastruktur mit 1.200 permanenten Boxen, zwölf Reitplätzen inklusive einem 12.000 Zuschauer fassenden Fluchtlichtstadion und einem überdachten Stadion für 5.000 Zuschauer, einer championatswürdigen Geländestrecke für Vielseitigkeit und Fahren sowie einem mehrere hundert Meilen umfassenden Reitwegenetz für die Distanzreiter. Eine moderne Pferdeklinik befindet sich derzeit im Bau. „Das Veranstalterteam hat eine beeindruckende Bewerbung eingereicht und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir fantastische Weltreiterspiele mit Top-Sport und einer Rekordteilnehmerzahl an Nationen sehen werden“, sagte FEI-Präsident Ingmar de Vos. Bei den PM läuft die Reiseplanung bereits auf Hochtouren, denn wie bei den vorangegangenen Weltreiterspielen, Olympischen Spielen und anderen Championaten werden wieder mehrere Reisepakete für den großen und kleinen Geldbeutel geschnürt. Bei den WEG 2014 in der Normandie waren 700 PM als Fans vor Ort.

Erfolgreiche J.J.Darboven Vereins-Initiative geht weiter

Als Pilotprojekt war die vor einem Jahr gestartete J.J.Darboven Vereins-Initiative unter dem Motto „Turniere erfolgreich veranstalten“ ein voller Erfolg. Über 1.000 Reitvereine aus dem gesamten Bundesgebiet bewarben sich um die Turnier-Unterstützung des Heißgetränkespezialisten. 100 von ihnen wurden schließlich ausgewählt und erhielten ein professionelles Kaffeeversorgungs- und Werbepaket. Jetzt können sich vier dieser Vereine über einen besonderen Gewinn freuen: Mit bis zu 50 Personen wird jeder der vier Vereine zu Top-Events des Reitsports eingeladen.

Stolzer Gewinner: Reitclub Ulrichshof e.V. Königsbrunn; Foto: privat

„Kaffeekönig“ Albert Darboven (Mitte), hier bei der Siegerehrung mit Derby-Sieger Nisse Lüneburg und Volker Wulff (En Garde), sponsert die Vereinsinitiative. Foto: Stefan Lafrentz

Darauf freuen sich der Reitclub Ulrichshof e.V. Königsbrunn (Munich Indoors), der Hallesche Reit- und Fahrverein Seeben e.V. (Weltcup-Turnier Partner Pferd), der Rantrumer Reitverein e.V. (Deutsches Spring- und Dressur-Derby) und der Zucht-, Reit- und Fahrverein von Lützow Hamminkeln (DKB-Bundeschampionate). Die J.J.Darboven Vereins-Initiative wird auch 2017 fortgesetzt. Die neue Ausschreibung gibt es unter www.pferd-aktuell.de/vereinsinitiative.

„FNverlags Brutus“ wird Lehrmeister

„Brutus“ in den Dienst des FNverlags und war seither der Hingucker auf vielen Messen und Veranstaltungen. Jetzt aber hieß es Abschied nehmen. Verlagsleiter Siegmund Friedrich spendete den Plastik-Rappen an das Fördercentrum Mensch & Pferd in Bielefeld, in dem junge Menschen mit besonderem Förderbedarf neben lebenspraktischen Fähigkeiten wie gesundes Kochen, Wohnraumpflege, Freizeitgestaltung auch die Aufgaben eines Pferdepflegers erlernen. An Brutus haben die Jugendlichen einen geduldigen Lehrmeister, an dem sie das Satteln, Bandagieren, Einflechten und dank des entsprechend konstruierten Mauls auch das Auftrensen üben können.

Stilecht reiste „Brutus“ in seine neue Wirkungsstätte in Bielefeld. Foto: v. Korff

Die ersten Erfolgsmeldungen lassen daher auch nicht auf sich warten: Dank Brutus war die jüngste Basisprüfung ein voller Erfolg. Infos: www.foerdercentrum.de

Der jüngste Reitmeister aller Zeiten ist Vielseitigkeits-Ass Michael Jung, hier mit seinem Wallach La Bio­sthetique Sam FBW. Foto: Dirk Caremans

Michael Jung ist jetzt „Reitmeister“

Eine hohe Auszeichnung wartete auf den zweimaligen Olympiasieger Michael Jung. Im Rahmen der Hallenvielseitigkeit am 16. No­vember bei den German Masters in Stuttgart verlieh die Deutsche Reiterliche Vereinigung dem Pferdewirtschaftsmeister und „Frontmann“ der deutschen Vielseitigkeit den Ehrentitel des Reitmeisters.

Michael Jung heißt nicht nur so, der 34-Jährige ist auch der bei weitem jüngste Ausbilder und Reiter, dem die hohe Ehre zuteil wird. Bei der Verleihung geht es aber nicht nur um die Erfolge im Sattel, sondern auch um die Leistungen in der Ausbildung von Spitzenreitern und -pferden sowie um das nachahmenswerte Engagement für den Reitsport.

Mit Michael Jung erhöht sich die Zahl der noch lebenden Reitmeister in Deutschland auf 24, daneben gibt es fünf Fahr- und ebenso viele Voltigiermeister. Zuletzt wurden vor vier Jahren Achaz von Buchwaldt und Jungs Teamkollegin Ingrid Klimke mit dem Titel „Reitmeister“ ausgezeichnet.

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