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Erste PM-Awards verliehen

Reiterkreuz für Dieter Kröhnert

Im Rahmen des DOKR-Championatsballs wurde der Hufschmied Dieter Kröhnert (60) aus Ellerhoop (Schleswig-Holstein) mit dem Deutschen Reiterkreuz in Bronze ausgezeichnet. Es war die längst überfällige Auszeichnung eines Mannes, der seit 25 Jahren dafür sorgt, dass die deutschen Championatspferde „gut zu Huf“ sind. Seit 1990 bei den Weltreiterspielen in Stockholm arbeitet er bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen als Mannschaftshufschmied aller Pferde.

Die Laudatio auf Dieter Kröhnert (re.) hielt Bundestrainer Hans Melzer. Foto: Kaup/FN

In seiner Laudatio erinnerte Hans Melzer, Bundestrainer der Vielseitigkeitsreiter, an den Werdegang Kröhnerts, dessen Kunst der deutsche Pferdesport in den vergangenen Jahren mehr als eine Medaille zu verdanken hat. „In London hat uns Dieter beispielsweise den entscheidenden Tipp gegeben, im Gelände hinten drei Stollen zu verwenden. Alle anderen Pferde sind weggerutscht, nur unsere nicht“, sagte Melzer. Er lobte aber nicht nur Kröhnerts fachliche Kompetenz als Hufschmied, sondern auch seine Funktion als Motivator bei Championaten: „Zu ihm hat einfach jeder Vertrauen.“

Stensbeck-Feier ehrt die Besten des Jahres

Zur festlichen Stensbeck- und Graf von Lehndorff-Feier trafen sich 150 Pferdewirte und 21 Pferdewirtschaftsmeister in Warendorf, um sich für ihre guten Prüfungsleistungen auszeichnen zu lassen. Erstmals wurden dabei die Jahrgangsbesten mit dem J.J. Darboven Förderpreis geehrt.

Die Besten ihres Jahrgangs: (v.l.) Frinthjof Damm, Katharina Böhnke, Aikje Fehl, Pia Karsch und Johann Anton Mayer, eingerahmt von FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach (li.) und Frank Hilgenberg, Geschäftsführer des Hamburger Unternehmens J.J.Darboven. Foto: Kaup/FN

Bei den Pferdewirten klassische Reitausbildung ging der Preis an Katharina Böhnke. Sie schloss ihre Berufsausbildung bei Philipp Worch mit Note 1,38 ab. Pia Karsch war mit Note 1,3 die Beste in der Fachrichtung Zucht und Frithjoff Damm mit Note 1,0 Bester in der Fachrichtung Haltung und Service. Die Note 1,47 erreichte Aikje Fehl bei ihrer Pferdewirtschaftsmeisterprüfung Fachrichtung Reiten ab und die Note 1,46 Johann Anton Mayer in der Fachrichtung Zucht und Haltung. Darüber wurde Pferdewirtschaftsmeister Adolf Jachmich aus Höhr-Grenzhausen für besondere Verdienste um die Berufsausbildung mit der Stensbeck-Plakette in Gold ausgezeichnet. Die erstmals in diesem Jahr verliehene Graf-Lehndorff-Plakette in Gold für besondere Verdienste in der Berufsausbildung mit Schwerpunkt Zucht und Haltung ging an Siegmund Hintsche, Leiter des Landgestüts Sachsen-Anhalt in Prussendorf.

Bildungskonferenz 2016 in München

Trainer und Ausbilder sollten sich den Termin schon vormerken: Am 21. Juni 2016 findet in der Bayerischen Landesreit- und Fahrschule in München-Riem die 9. FN-Bildungskonferenz mit Vorträgen und Praxisteilen zum erfolgreiches Lehren und Lernen statt. Wie immer werden hier auch wieder die besten Trainerabsolventen des Jahres mit der Gebrüder Lütke Westhues-Auszeichnung geehrt. Mehr dazu unter www.pferd-aktuell.de/bildungskonferenz.

Mitgliederzahlen der Vereine sinken weiter

Die Zahl der Mitglieder in deutschen Reit- und Fahrvereinen nimmt weiter ab. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 vermeldete der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) exakt 689.941 Mitglieder in den knapp 7.500 Vereinen. Dies entspricht einem Rückgang von 7.185 Mitgliedern oder -1,03 Prozent. Die Quote ist insgesamt aber etwas positiver als noch im Vorjahr. 2014 ging die Gesamtzahl um 11.832 zurück, das war ein Minus von 1,67 Prozent.

Während die meisten Verbände im Osten sogar kleine Zuwächse erzielten, sehen die Zahlen in traditionellen Pferde- und Reitsporthochburgen wie Hannover, Rheinland oder Westfalen weniger rosig aus. Im Landesverband Hannover schieden 2.131 Mitglieder aus den Vereinen aus, das ist ein Minus von 2,56 Prozent. Im Rheinland sind es -1,89 Prozent, also 1.165 Mitglieder weniger. Im mit nunmehr 99.467 Mitgliedern größten Landesverband Westfalen sank die Zahl der Reiter, Fahrer, Voltigierer und Züchter um 1,46 Prozent unter die 100.000er-Marke. Den zweitgrößten Rückgang verzeichnete Rheinland-Pfalz mit -2,74 Prozent (809).

FN-Filmreihe: Pferde machen Menschen

Pferde können das Leben leichter machen. Sabine Hoffmann, zweimal an Krebs erkrankt, erzählt im zweiten Teil der FN-Filmreihe „Pferde machen Menschen“, wie ihre Pferde ihr geholfen haben, die Krankheit zu überwinden, welchen Trost und welche Kraft sie ihr gaben. In der Filmreihe erzählen Pferdeleute ihre persönlichen Pferdegeschichten. Der erste Film erschien im November und wurde weit über 11.000 Mal angeschaut. Der Grund: Renate Wehring. Zum einen beeindruckt die Zuschauer, dass die rüstige 82-jährige Rentnerin noch immer begeistert aufs Pferd steigt. Zum anderen rührt sie die Zuschauer mit ihrer Liebeserklärung an die Pferde.

Die Pferde gaben Sabine Hoffmann Kraft, gegen ihre Krebserkrankung anzukämpfen. Foto: FN

Die Filmserie gehört zum Themenpaket „Wert Pferd“. Unter diesem Stichwort hat die FN im Internet umfangreiche Informationen zum gesellschaftlichen Wert des Pferdes zusammengestellt. Ob Bildungs-, Gesundheits- oder Wirtschaftsfaktor: Das Pferd leistet einen großen gesellschaftlichen Beitrag. Dass der Umgang mit Pferden glücklich macht glücklich und einen positiven Einfluss auf den Menschen hat, wurde 2012 auch durch eine Studie der FN nachgewiesen. Ein weiterer Beweis sind sicher die rund 1,7 Millionen Menschen in Deutschland, die regelmäßig ihre Freizeit mit Pferden verbringen. Die Filme sind veröffentlicht unter www.pferd-aktuell.de/pferde-machen-menschen. Der nächste Film der Reihe erscheint Anfang Januar.

Weißenborn schafft Pferdesteuer wieder ab

Die nordhessische Gemeinde Weißenborn hat ihre Entscheidung für die Pferdesteuer nach knapp zwei Jahren wieder rückgängig gemacht. Die Gemeindevertreter kamen endgültig zu dem Schluss, dass eine solche Steuer nicht wirtschaftlich und damit auch nicht gewollt sei. Weißenborns Bürgermeister Thomas Mäurer war der Kampf gegen die Pferdesteuer in seiner Gemeinde ein persönliches Anliegen. „Letztlich haben viele Argumente, wie etwa Tierschutzaspekte, gegen diese Steuer gesprochen. Die Pferde leisten in unserer Region auch einen wichtigen Beitrag zur Landschaftspflege“, sagte Mäurer. „Im Grunde war es aber vor allem der wirtschaftliche Aspekt, der den Ausschlag für die Entscheidung gegeben hat.“ Der Verwaltungsaufwand stünde in keinem sinnvollen Verhältnis zum wirtschaftlichen Ertrag. „Diese Entscheidung ist ein Meilenstein im Kampf gegen die Pferdesteuer und ist ein starkes Zeichen dafür, dass die Pferdesteuer eben nicht den wirtschaftlichen Zweck erfüllt, den manche Politiker darin sehen“, sagte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach..

Otto-Lörke-Preis für Cosmo, Emilio und Showtime

Diese Drei haben in diesem Jahr nicht nur ihre eigenen Reiter und Ausbilder begeistert, sondern auch zahlreiche Zuschauer am Rande des Dressurvierecks: Der von Sönke Rothenberger gerittene Cosmo, Emilio (Isabell Werth) und Showtime (Dorothee Schneider) sind junge Dressurpferde, die den Sprung aufs Grand-Prix-Niveau mit Leichtigkeit gemeistert haben und dort bereits Siege feierten.

Sie haben deshalb eine ganz besondere Auszeichnung verdient: Den Otto-Lörke-Preis, den das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR) gemeinsam mit der Liselott-Schindling-Stiftung zur Förderung des Dressursports sowie der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung alljährlich im Andenken an den herausragenden Berufsreiter und Ausbilder Otto Lörke verleiht. Die Auszeichnung geht an den Reiter, den Ausbilder und den Besitzer desjenigen, höchstens 10 Jahre alten Dressurpferdes, das dem Dressurausschuss durch besonders herausragende Erfolge in Grand-Prix-Prüfungen in Deutschland aufgefallen ist.

Auch für Emilio, den Isabell Werth im Grand Prix-Sport etablierte, gab’s in diesem Jahr den Otto-Lörke-Preis. In Stuttgart bei der Ehrung mit dabei war natürlich Pferdebesitzerin Madeleine Winter-Schulze, rechts neben Emilio. Foto: K.H. Frieler

Auch für Emilio, den Isabell Werth im Grand Prix-Sport etablierte, gab’s in diesem Jahr den Otto-Lörke-Preis. In Stuttgart bei der Ehrung mit dabei war natürlich Pferdebesitzerin Madeleine Winter-Schulze, rechts neben Emilio. Foto: K.H. Frieler

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