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Rückblick auf das PM-Schwerpunktthema Pferdezucht

Neugierde wecken, Wissen vermitteln

Mit 3.250 Teilnehmern an Seminaren und Tagungen sowie 370 an Reisen und Gestütsbesichtigungen stieß das PM-Schwerpunktthema Zucht im abgelaufenen Jahr auf eine hervorragende Resonanz.

Des Züchters Glück: Die Geburt hat gut geklappt, die Stute ist wohlauf und das Fohlen verspricht, ein kleiner Strahlemann zu werden. Foto: M. Rühl

„Ich glaube, dass das eine sehr gute Initiative war. Vielen Tagungsteilnehmern ist erst mal bewusst geworden, was es heißt, Pferde zu züchten.“ Dr. Burchard Bade, ehemaliger Landstallmeister des Niedersächsischen Landgestüts Celle, war im Jahr 2015 fünfmal Referent auf Seminaren, um Zuchtinteressierten den Einstieg in die Zucht schmackhaft zu machen. Die PM-Seminarreihe „Das 1 x 1 der Pferdezucht“ wurde außerdem von Dr. Hanfried Haring und Cord Wassmann unterstützt.
Der Einstieg in die Zucht will wohl überlegt sein. „Auf der einen Seite haben wir versucht, den Zuhörern die Begeisterung zu vermitteln, andererseits aber auch nichts schön geredet, sondern klar gesagt, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen“, erklärt Bade. Und dazu gehört in erster Linie die richtige Haltung der Stute und ihres Fohlens. Beide beispielsweise in einem klassischen Reitstall zu halten, entspreche nicht den Bedürfnissen von Mutter und Kind.

Dr. Burchard Bade war einer der drei Referenten, die den PM die Pferdezucht „schmackhaft“ gemacht haben. Foto: M. Schreiner

Bade machte den Zuhörern Mut, mit ihren Sportstuten zu züchten. „Wenn eine Stute mit 16 oder 17 aus dem Turniersport verabschiedet wird, kann sie doch ruhig noch ein paar Fohlen bekommen.“ Allerdings warnte er davor, mit unmodernen oder gar mängelbehafteten Stuten in die Zucht zu starten, weil sich die Schwachstellen erfahrungsgemäß vererben. „Es gehört ein bisschen Glück dazu und deshalb sollten Neuzüchter nicht mit allzu großen Erwartungen ans Werk gehen“, so Bade. Über die Seminarreihe hinaus wurden zahlreiche PM-Veranstaltungen zu Sonderthemen angeboten, etwa Faszination Vollblut, Stutbucheintragungen oder Exterieurbeurteilung beim Fohlen. Bei Tagesreisen konnten die PM ihr züchterisches Know How auf Gestüten und Hengststatio­nen erweitern. Mehrtägige Reisen mit je rund 50 Teilnehmern führten unter anderem ins alte Trakehnen oder zu bekannten Lusitano-Gestüten nach Portugal.

Ein kleiner Wehmutstropfen bleibt bei aller positiven Resonanz übrig: Man hätte sich mehr Kooperation seitens der Zuchtverbände gewünscht. Theodor Leuchten, FN-Vizepräsident und Vorsitzender des Bereichs Zucht der FN, kann die Kritik nachvollziehen. „Es haben leider nicht viele Zuchtverbände mitgemacht. Es wäre aber wichtig, dass die Verbände die Chancen erkennen, die solche Angebote bieten. Aber wir sind auf einem guten Weg in die richtige Richtung.“

hen

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