Vorheriger Artikel

Ausgabe 06/2017
Editorial

Nächster Artikel

Ausgabe 06/2017
Titelthema: Jahrestagung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung

Die rasante Zunahme der Wolfspopulation bedeutet eine große Gefahr für Weidetiere. Foto: dpa

Wölfe: Verbände fordern konsequenten Schutz für Weidetiere

Anlässlich der Umweltministerkonferenz in Bad Saarow hat der Deutsche Bauernverband zusammen mit weiteren Verbänden aus Tierzucht und Landwirtschaft, unter anderem der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, eine gemeinsame Erklärung über die Ausbreitung des Wolfes abgegeben.

Die Kernbotschaft der Verbände lautet, dass die Wiederansiedlung des Raubtieres nicht uneingeschränkt und um jeden Preis vorangetrieben werden darf und Weidetiere konsequent vor dem Wolf geschützt werden müssen. Die Verbände stellten einen Sechs-Punkte-Plan auf, denn die Ausbreitung des Wolfes in Deutschland sorgt für erhebliche Konflikte und Gefährdungen nicht nur für die Nutztierhaltung, sondern inzwischen auch für die ländliche Bevölkerung insgesamt. Deren Belange und Interessen werden aber bislang bei der Ausbreitung des Wolfs nur unzureichend berücksichtigt.

Die flächendeckende Ausbreitung und das rasante Wachstum der Wolfspopulation stellt die Weidehaltung von Schafen, Ziegen, Pferden, Rindern und Gehegewild im Grundsatz in Frage, heißt es in der Erklärung. Forderungen von Seiten des Naturschutzes, nach denen sich die Tierhaltung auf der Weide den neuen Gegebenheiten anzupassen habe, kehren das Verursacherprinzip um und sind nicht akzeptabel. „Diesem Raubtier sollen die Rückkehr und das Leben in Deutschland augenscheinlich so einfach wie möglich gemacht werden“, sagte FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau bereits im Rahmen der FN-Tagungen in Stuttgart zu diesem Thema. „Den Preis dafür zahlen ohne Wenn und Aber die Tierhalter. Sofern diese Politik weiter verfolgt werden sollte, muss sich die deutsche Gesellschaft darauf einstellen, dass wir einen Schwund an Nutztierhaltern erleben werden“, warnte er.

jbc

Rolf Berndt feiert seinen 75. Geburtstag

Rolf Berndt (Dornstadt) feiert 2017 gleich zwei Jubiläen: Am 5. Juni wird der ehemalige Bundeswehr-Offizier 75 Jahre alt und seit 25 Jahren engagiert er sich ehrenamtlich für den Pferdesport und vertrat als Delegierter auch die Interessen der PM im „Ländle“. In seinem Pferdesportverband Baden-Württemberg ist er als Präsidiumsmitglied und Ausschussvorsitzender für die Bereiche Breitensport/Umwelt, Pferdesteuer, Vereins- und Betriebsberatung zuständig. Auch die FN unterstützte er in verschiedenen Ausschüssen und Arbeitsgruppen. Den PM gehört er seit 1985 an. Herzlichen Glückwunsch!

PM-Seminare: Meinung sagen und Gutschein gewinnen

Ihre Meinung ist gefragt! Die PM-Seminare sollen noch besser werden, daher startet Anfang Juni in Zusammenarbeit mit dem HorseFuturePanel eine große Online-Umfrage. Alle, die in den ersten fünf Monaten 2017 eine oder mehrere PM-Veranstaltungen besucht haben, sind aufgefordert, diese zu bewerten. Auch der Blick in die Zukunft ist gefragt: Was wünschen Sie sich von den PM-Seminaren? Welche Themen interessieren Sie besonders? Unter allen Teilnehmern werden 20 Gutscheine für ein PM-Seminar Ihrer Wahl verlost. Der Umfragelink wird automatisch per E-Mail zugeschickt. Die große Online-Umfrage ist eine Ergänzung zu den kurzen Umfragen, die in den letzten Monaten bereits nach ausgewählten Veranstaltungen durchgeführt wurden. Bei Fragen zur Umfrage oder wenn Sie sonst Lob oder Kritik äußern möchten, können Sie sich bei den PM unter Telefon 02581/6362-246 oder E-Mail ntrebbe@fn-dokr.de gerne an Nils Trebbe wenden.

„Wirkt“-Siegel für Fördercentrum Mensch & Pferd

Seit Jahren leistet das Fördercentrum Mensch & Pferd in Bielefeld wirkungsvolle Hilfe beim Berufseinstieg. Jetzt wurde der eingetragene Verein für seine „Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme Pferdepflege“ zusammen mit 18 weiteren Projekten mit dem Spendensiegel „Wirkt“ des unabhängigen Analysehauses Phineo ausgezeichnet. Dr. Andreas Schmidt, Analyst bei Phineo, erklärte: „Ich bin beeindruckt davon, wie stark das Projekt die Jugendlichen fordert: Sie wohnen in einem Internat und sind z.B. für die Sauberkeit, das Essen und die Ordnung selbst verantwortlich. Das schult sie, später selbstständig leben zu können.“

18 Auszubildende und das Mitarbeiterteam des Fördercentrums genossen den Ausflug zu den Dülmener Wildpferden.
Ein besonderes Erlebnis bescherte Rudolph Herzog von Croÿ den Jugendlichen. Der stellvertretende PM-Vorsitzende lud sie zu einem Tagesausflug nach Münster und in den Wildpferdepark Dülmen ein. Der Stadtführung durch Münster folgte das Highlight: Die jungen Besucher konnten auf der Weide das Verhalten der Wildpferde beobachten.

Jochen Kienbaum (li.) und seine Vorstandscrew Hendrik Snoek, Gina Capellmann-Lütkemeier, FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau und FN-Finanzkurator Karl-Heinz Groß. Foto: FN-Archiv

Jochen Kienbaum übernimmt Stiftungsvorsitz

Jochen Kienbaum tritt die Nachfolge von Jürgen R. Thumann als Vorsitzender der Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport an. Vier Jahre nach ihrer Gründung traf sich die Stiftung an dem Ort wieder, an dem alles begann. Im Industrieclub Düsseldorf kamen alle Stiftungsgremien zusammen, um eine Bilanz nach vier Jahren Stiftungsarbeit zu ziehen und den Vorstand neu zu wählen.

„Über die Verantwortung, die nun von Ihren in meine Hände gelegt wird, bin ich mir bewusst und möchte die Aufgaben, die auf mich zukommen, tatkräftig anpacken. Als Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport können wir unsere Unterstützung zielgenau platzieren und somit ganz wesentlich die Entwicklung unserer Sportart mitbestimmen“, sagte der neue Vorsitzende Jochen Kienbaum.

Als Kienbaums Stellvertreterin wurde Gina Capellmann-Lütkemeier im Amt bestätigt. Auch Hendrik Snoek wurde erneut das Vertrauen ausgesprochen. Erst kürzlich wurde Breido Graf zu Rantzau als Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung bestätigt und gehört somit ebenso dem Stiftungsvorstand an wie FN-Finanzkurator Karl-Heinz Groß.

Turnierleiter Peter Hofmann (re.) überreichte das Reiterkreuz in Gold an Karl-Heinz Streng. Foto: Schmidt

Reiterkreuz in Gold für Karl-Heinz Streng und Heinz Bürk

Im Rahmen des Mannheimer Maimarkt-Turnieres wurde Reitmeister Karl-Heinz „Kalli“ Streng (75) mit dem Deutschen Reiterkreuz in Gold ausgezeichnet. FN-Präsidiumsmitglied und Turnierleiter Peter Hofmann ehrte den unermüdlichen Ausbilder und Trainer für seine Verdienste. Nach seiner Ausbildung bei Harry Boldt in Gütersloh und Udo Nesch in Dortmund kam Streng 1975 ins nordbadische Mosbach. In seiner aktiven Zeit ritt er Dressur und Springen bis zur höchsten Klasse. 1989 legte er seine Reitmeisterprüfung ab, zur gleichen Zeit wurde er Landestrainer Springen für Junioren und Senioren.
Neben seiner reinen Trainertätigkeit engagierte sich Streng von 1992 bis 2007 auch in der Landeskommission und in verschiedenen Ausschüssen des Landesverbandes Baden-Württemberg.

Eines seiner größten Anliegen war und ist ihm bis heute die vielseitige Ausbildung von Berufsreitern. Als Pferdewirtschaftsmeister bildete er über 50 Lehrlinge aus.

Ebenfalls mit dem goldenen Reiterkreuz wurde „Pony-Papst“ Heinz Bürk (Bad Wildbad) geehrt. Bundestrainer Hans Melzer überreichte das Reiterkreuz beim Vielseitigkeitsturnier in Marbach. Seit mehr als 60 Jahre engagiert sich Bürk ehrenamtlich im Pferdesport. Bereits 1956 organisierte er das erste Voltigierturnier in Baden-Württemberg. In den 1970er Jahren verschrieb sich der jetzt 82-Jährige der Förderung des Ponysports. Auch als langjähriges Mitglied der Bundesjugendleitung der FN vertrat er energisch die Interessen des Ponysports.

Vorheriger Artikel

Ausgabe 06/2017
Editorial

Nächster Artikel

Ausgabe 06/2017
Titelthema: Jahrestagung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung

Teilen

Teilen Sie diesen Beitrag mit Freunden