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PM Forum Ausgabe 7/2016

Editorial

Liebe Persönliche Mitglieder,

auch wenn sich der internationale Spitzensport auf der Zielgeraden zu den Olympischen Spielen und Paralympics in Rio de Janeiro befindet, sich fast überall der Kreis der zwei- wie vierbeinigen Kandidaten herauskristallisiert und die letzten großen Formüberprüfungen wie Mitte Juli beim CHIO in Aachen anstehen, lassen wir in dieser Ausgabe des PM-Forum einmal den Blick in die olympische Vergangenheit schweifen.

In unserer Titelstory „Alte Helden“ stellen wir Ihnen ehemalige Olympiapferde vor, die zu ihrer aktiven Zeit Großes für den deutschen Pferdesport geleistet haben und heute ihren wohlverdienten Ruhestand genießen können. Wenn man sich die Bilder von Cento (27), Satchmo (22), Marius (22), Shutterfly (23) und Bonaparte (23) anschaut, dann kann man eigentlich nur eines: sich mächtig freuen. Diese Athleten waren allesamt überdurchschnittlich leistungsbereite Pferde aus deutscher Zucht, die dank des optimalen Managements ihrer Reiter und ihres Umfeldes – Training, Turniereinsatz, Haltung, medizinische Versorgung, Fütterung und Hufpflege – gesund alt werden konnten. Es sind prominente Beispiele für viele einstige Leistungssportler unter den Pferden, die durch den Sport geformt und für ein langes Leben gestählt wurden. Daran sollte man immer denken, wenn in der Öffentlichkeit unqualifizierte Kritik an unserem Sport und seiner angeblichen Überforderung der Pferde geäußert wird.

Olympische Geschichte hat auch die Persönlichkeit geschrieben, die in Ende Juli ihr 90. Lebensjahr vollendet: Hans Günter Winkler. Unvergessen ist sein Ritt zu olympischem Gold bei den Spielen 1956, als die kleine Traberstute Halla ihren verletzten Reiter sicher über die Ziellinie trug. Dieser olympische Moment, den das noch junge Fernsehen erstmals live übertragen konnte, hat Hans Günter Winkler ewigen Ruhm beschert. „HGW“ wurde in den Folgejahren und -jahrzehnten  zum Markenzeichen. Sicher war und ist Hans Günter Winkler ein zielstrebiger Individualist, der stets seinen eigenen Weg suchte und fand. Aber nach seiner beeindruckenden Karriere mit bis heute unerreichten sechs olympischen Goldmedaillen mit vier verschiedenen Pferden gab er dem Sport auch viel zurück. Sein Herz schlägt heute noch für die Jugend und für das schöne Reiten. Die von ihm initiierten Prüfungsserien und Cups, wie das HGW-Nachwuchschampionat oder der Goldene Sattel, haben zahlreichen jungen Sportlern wichtige Impulse für ihre weitere Laufbahn im Sattel gegeben. Für dieses Engagement möchte ich an dieser Stelle meinen ausdrücklichen Dank sagen.

Die Persönlichen Mitglieder gratulieren Hans Günter Winkler sehr herzlich zum Neunzigsten!

Ihr Breido Graf zu Rantzau
Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung

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