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Alte Helden – Filmreihe über ehemalige Olympiapferde

Mit dem Reiterkreuz in Gold zeichnete Graf Rantzau (li.) den Herforder Wolfgang Brinkmann aus. Foto: S. Lafrentz

Goldenes Reiterkreuz für Wolfgang Brinkmann

Mit zwölf Jahren bekam er sein erstes eigenes Pferd, nahm an den Deutschen Juniorenmeisterschaften in der Dressur teil und sicherte sich später die olympische Mannschafts-Goldmedaille im Springen. Wolfgang Brinkmann zählt unbestritten zu den großen Persönlichkeiten des Pferdesports und der Pferdezucht. Anlässlich der Deutschen Meisterschaften Springen und Dressur in Balve verlieh ihm FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau das Deutsche Reiterkreuz in Gold.

Als einer der wenigen Amateure im Starterfeld gewann Wolfgang Brinkmann 1988 zusammen mit Ludger Beerbaum, Karsten Huck und Franke Sloothaak Mannschafts-Gold bei den Olympischen Spielen in Seoul. Damit gehörte der Herforder zu den besten deutschen Springreitern der 1980er Jahre. Bereits seit 1986 führt der gelernte Betriebswirt und Bekleidungskaufmann zusammen mit seinem Bruder die Bugatti Brinkmann Holding, zu der unter anderem der Hersteller von Reitsportbekleidung und -ausrüstung Pikeur gehört. Heute ist der 66-Jährige auch erfolgreicher Pferdezüchter und unterstützt seine beiden Söhne im Springsport.

Brinkmann nahm an insgesamt 19 Nationenpreisen teil, war 22 Jahre lang Vorsitzender des Deutschen Reiter- und Fahrerverbandes und viele Jahre Mitglied des Springausschusses des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) sowie im Vorstand Sport des DOKR. Breido Graf zu Rantzau würdigte Wolfgang Brinkmann als einen „Horseman“ durch und durch. „Der Umgang mit dem Pferd und der Reitsport haben Wolfgang Brinkmann viel gegeben. Aber er hat dem Sport auch viel zurückgegeben“, sagte der FN-Präsident.

TH/jbc

75 Jahre Madeleine Winter-Schulzem

Madeleine Winter-Schulze, hier mit ihrer Freundin Isabell Werth; Foto: J. Toffi

Sie drückt die Daumen, zittert mit, jubelt ausgelassen, hat immer gute Laune, tritt stets bescheiden und bodenständig auf und verpasst selten ein Turnier oder Championat, wenn „ihre“ Reiterinnen, Reiter und Pferde in die wichtigen Entscheidungen des Sports eingreifen: Madeleine Winter-Schulze ist nicht nur die bedeutendste Mäzenin des deutschen Pferdesports, sondern auch durch und durch „pferdeverrückt“. Die Grande Dame, die in Wedemark bei Hannover lebt, vollendete am 28. Juni ihr 75. Lebensjahr.

Die gebürtige Berliner Unternehmertochter ritt selbst in den höchsten Klassen. 1959 gewann sie die Deutsche Meisterschaft der Dressurreiter, 1969 und 1975 erzielte sie die  Goldmedaille bei den Titelkämpfen der Springreiterinnen. An der Seite ihres verstorbenen Ehemanns Dietrich Schulze engagierte sie sich für die Förderung des Pferdesports und wurde dafür mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Madeleine Winter-Schulze hilft, wenn‘s irgendwo klemmt und hat schon viele Aktive wie unter anderem Ina Müller, Karin Rehbein und Ingrid Klimke finanziell bzw. beim Pferdeankauf unterstützt. Eine ganz besonders enge Beziehung pflegt sie zu Isabell Werth und Ludger Beerbaum und dessen Team. Die meisten Spitzenpferde im den Ställen Werth und Beerbaum gehören ihr. „Madeleine Winter-Schulze ist eine der bedeutendsten Persönlichkeiten im deutschen Pferdesport und eine sehr gute Freundin. Mit ihrem großen Fachwissen engagiert sie sich unglaublich für unsere Sache. Wir haben ihr viel zu verdanken“, sagt FN-Präsident Graf zu Rantzau.

Fotowettbewerb Rio 2016: „Olympia-Flair im Stall“

6.16_18_Rio_LogoDas Olympia-Fieber steigt: Vom 1. bis 31. Juli 2016 läuft der große FN-Fotowettbewerb für alle Pferdefreunde (ohne Altersbeschränkung) auf den Rio-Seiten auf der FN-Homepage www.pferd-aktuell.de/rio2016 unter dem Punkt „Fotowettbewerb“. Jeder Teilnehmer kann dort selbst ein digitales Foto hochladen. Das Wettbewerbs-Motto lautet: „Olympia-Flair im Stall – Setze Dein Pferd passend zum Austragungsort Rio de Janeiro in Szene“. Unser Tipp: Samba, Karneval, Federboas, Palmen, Papageien und die brasilianischen Flaggen-Farben grün, gelb und blau bieten schon mal eine gute Basis für kreative und exotische Foto-Ideen. Weitere Informationen

Eine Jury wählt aus allen Einsendungen die schönsten Fotos aus. Zu gewinnen gibt es hochwertige Preise wie zum Beispiel eine Trense von Waldhausen, einen Uvex-Reithelm, Transportgamaschen von Böckmann, Reithosen von Cavallo und HKM, eine Kaffeemaschine von Darboven, Pferdefutter von Derby, Abschwitzdecken von Idexx, Merial und German Horse Pellets, Tickets zu den DKB-Bundeschampionaten und vieles mehr. Mehr zum Fotowettbewerb und den Preisen finden Sie bei den Young PM.

Ehrungen für Otto Ammermann und Alwin Schockemöhle

Hohe Auszeichnungen für zwei ehemalige deutsche Spitzensportler: Alwin Schockemöhle (79), 1976 Doppel-Olympiasieger der Springreiter wurde, in die „Hall of Fame des deutschen Sports“ aufgenommen. In eine andere „Hall of Fame“ berief die Vereinigung internationaler Vielseitigkeitsreiter (IERA) in Luhmühlen den heute 83-jährigen Otto Ammermann und dessen legendären Oldenburger Hengst Volturno.

Alwin Schockemöhle ist nun einer von 102 Sport-Heroen, die nach den Olympischen Spielen 1972 in München bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 herausragende sportliche Erfolge erzielt haben. Nach ersten Erfolgen in der Vielseitigkeit zählte er über zwei Jahrzehnte lang zu den besten deutschen Springreitern. 1957 gewann er das Deutsche Derby in Hamburg, 1960 den Großen Preis von Europa in Aachen. Im selben Jahr wurde er an der Seite von Fritz Thiedemann und Hans Günter Winkler, ebenfalls Mitglied der „Hall of Fame des deutschen Sports“, Mannschafts-Olympiasieger. Acht Jahre später gewann der Landwirtssohn Mannschafts-Bronze bei den Olympischen Spielen in Mexiko. Bei Europameisterschaften erzielte Alwin Schockemöhle zwischen 1963 und 1973 insgesamt vier Silber- und zwei Bronzemedaillen, der Höhepunkt seiner EM-Erfolge war der Einzel- und Mannschaftssieg 1975. Ein Jahr später, bei den Olympischen Spielen in Montreal, erreichte er den Zenit seiner sportlichen Laufbahn: Nach dem Gewinn der Mannschaftssilbermedaille blieb er mit Warwick Rex in beiden Umläufen fehlerfrei und sicherte sich die Goldmedaille auch in der Einzelwertung.

Otto Ammermann (re.) hat nun auch in der „Hall of Fame“ Platz genommen. Es gratulieren FN-Vizepräsident Dieter Medow (mi) und Andrew Hoy. Foto: Thomas Ix

In der „Hall of Fame“ des Vielseitigkeitssports ist Otto Ammermann der zehnte deutsche Sportler, dem diese Ehrung zuteil wird. Mit Herbert Blöcker, Karl Schultz und Helmut Rethemeier im Team gewannen Ammermann und sein erst achtjähriger Volturno vor 40 Jahren die olympische Silbermedaille in Montreal. Zwei Jahre später trug Ammermann mit Volturno maßgeblich zur Mannschaftssilbermedaille bei den Weltreiterspielen in Lexington bei und wurde – neun Jahre nach seinem ersten Titelgewinn mit Alpaca – zum zweiten Mal Deutscher Meister. Wiederum zwei Jahre später sicherte sich Ammermann mit Volturno den Meistertitel und belegte bei den „Ersatzspielen“ in Fontainebleau Platz zwei mit dem deutschen Team. Seine Chance auf eine „echte“ Olympia-Revanche fiel allerdings dem Moskau-Boykott zum Opfer. „Otto Ammermann war aber auch in Dressur und Springen erfolgreich. 1963 durfte er in Aachen an den Start gehen, wo er mit Servus das Meisterspringen vor Größen wie Winkler, Pessoa, D’Inzeo und anderen gewinnen konnte“, erinnerte FN-Vizepräsident Dieter Medow an die Erfolge Ammermanns.

Edla-Maria Menz verstorben

PM_7.16_5_MenzDie PM trauern um Edla-Maria Menz, die am 18. Juni im Alter von 91 Jahren verstorben ist. Die Reiterin, Richterin und Übungsleiterin aus Sebnitz engagierte sich bereits zu DDR-Zeiten im Pferdesport. 1990 übernahm sie den Vorsitz ihres Kreisreiterverbandes und wurde Mitglied im neu gegründeten Ausschuss Allgemeiner Pferdesport des Landesverbands Sachsen. 1991 wurde sie Persönliches Mitglied und war von 1993 bis 2012 erste PM-Delegierte in Sachsen. Foto: M. Kaup

Wir gratulieren

PM_7.16_5_BoedickerAm 7. Juli feiert PM-Vorstandsmitglied Georg-Christoph Bödicker seinen 65. Geburtstag. Der gelernte Bankkaufmann und Betriebswirt aus dem osthessischen Eschwege gilt über die deutschen Grenzen hinaus als Verfechter guten Springreitens, ob als Ausbilder, Trainer, Parcourschef oder beliebter Referent bei PM-Seminaren und Buchautor („Parcoursaufbau faszinierend logisch“). Foto: M. Kaup

 

 

PM_7.16_5_StengelAls engagierte Vertreterin des Freizeitreitens machte sich Christa Stengel aus Frankenthal einen Namen. Die ehemalige PM-Delegierte für Rheinland-Pfalz und Saarland war nicht nur Berittführerin, Reitwart und Fachübungsleiterin Reiten, sondern auch über viele Jahre stellvertretende Vorsitzende im Regionalverband Pfälzischer Reit- und Fahrvereine und Vorsitzende des Ausschusses Allgemeiner Reit- und Fahrsport im Landesverband der Reit- und Fahrvereine Rheinland-Pfalz. Besondere Verdienste erwarb sie sich bei der Gestaltung des Landeswaldgesetzes für Rheinland-Pfalz. Am 28. Juli wird sie 80 Jahre alt. Foto: FN-Archiv

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