EQUITANA präsentiert: „Uta Gräf at night“

Grand Prix reiten – auf motivierten Pferden, die zuvor noch eine dicke Schlammkruste hatten? Warum nicht! Dass sich Dressursport und eine pferdegerechte Einstellung nicht ausschließen, hat Uta Gräf, Dressurausbilderin und Mitglied des B-Kaders, bei der Equitana 2013 mit ihrem Holsteiner Hengst Le Noir gezeigt. Die Arena in Halle 6 des Essener Messezentrums war begeistert, als Gräf auf ihrem Rappen Piaffen, Passagen, Serienwechsel, Pirouetten in müheloser Leichtigkeit zelebrierte. Wer sich damals gefragt hat, wie der Weg aussehen mag, bis ein Pferd so fein an den Hilfen steht wie Le Noir, der bekommt demnächst die Antwort – in der großen Abendshow „Uta Gräf at night“ am 16. März auf der Equitana 2015 in Essen.

War sie damals Teil einer mehrstündigen Vorstellung zusammen mit anderen Akteuren, gestaltet Gräf diesmal ihren eigenen Ausbildungsabend gemeinsam mit ihrem Mann und Tierarzt Stefan Schneider. Die beiden betreiben zusammen einen Ausbildungsstall in Kirchheimbolanden in Rheinland-Pfalz – keinen ganz alltäglichen allerdings, denn hier dreht sich alles um eine pferdegerechte Haltung. Und zwar aller Pferde, vom Freizeitpony bis zum Grand-Prix-Pferd. Ob Hengst, Stute oder Wallach – sie alle verbringen einen großen Teil ihrer Zeit in Bewegung an frischer Luft, die Wallache leben in einer großen Herde von mehr als 30 Tieren.

Tickets für „Uta Gräf at night“ gibt es ab 22 Euro (ermäßigt ab 18 Euro). Ein Teil des Eintrittspreises spendet die Messe dem von Uta Gräf und anderen prominenten Reitern unterstützten und von Friederike Heidenhof ins Leben gerufenen Verein „Partnerschaft für Afrika e.V.“ zur Förderung nachhaltiger Bildungsprojekte vor allem für Kinder in Tansania. Tickets zur Equitana und zu „Uta Gräf at night“ sind ab sofort erhältlich im Vorverkauf unter www.equitana.com.


Stephanie Pigisch wird neue Leiterin des Bereichs PM

Die Weichen für die Nachfolge von Christoph Hess als Leiter der Persönlichen Mitglieder sind frühzeitig gestellt: Im September 2015 wechselt Stephanie Pigisch in den Bereich PM der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN).

Die 34-Jährige ist mit dem Pferdesport, der FN und den PM bestens vertraut. Nach ihrem Masterabschluss in Biologie und Agribusiness arbeitete die gebürtige Niederbayerin beim Pferdezuchtverband Baden-Württemberg und wechselte 2010 als Nachwuchsführungskraft zur FN. Zunächst im Bereich PM tätig, ist sie seit Ende 2011 in der Abteilung Marketing und Kommunikation für die Vermarktung zuständig. Hier betreut sie die Partner/Sponsoren der FN, die DOKR-Ausrüster und die FN-eigenen Turnierserien. Selbst als Dressurreiterin im Turniersport aktiv, absolvierte Stephanie Pigisch ihre Prüfung zum Trainer C Reiten und Voltigieren und war zehn Jahre lang als Voltigierausbilderin in ihrem Heimatverein aktiv.

Ab September 2015 wird sich Stephanie Pigisch mit Unterstützung von Christoph Hess in ihre neue Aufgabe einarbeiten. Der PM-Leiter und FN-Ausbildungsbotschafter tritt am 30. April 2016 in den Ruhestand und überträgt dann Stephanie Pigisch die Leitung der PM.


Ernst-Albrecht Assenmacher verstorben

Im Alter von knapp 73 Jahren verstarb nach längerer Krankheit der einstige PM-Delegierte Ernst-Albrecht Assenmacher (Kürten). Mit Pferden aufgewachsen, beendete 1961 der Tod seines Vaters die turniersportliche Karriere Ernst-Albrecht Assenmachers. Er übernahm die Leitung des zu diesem Zeitpunkt bereits über 100 Jahre bestehenden Familienunternehmens „Reitsport Waldhausen Sattlereifabriken“, die er bis zum Verkauf im Jahr 2008 innehatte. In dieser Zeit entwickelte sich die Firma, die sich nach einem vernichtenden Brand in der Phase des Wiederaufbaus befand, von einem Kleinunternehmen mit sechs Mitarbeitern zu einem weltweit agierenden Unternehmen der Pferdebranche. Seit den Olympischen Spielen 1972 in München gehört die Firma Waldhausen zu den offiziellen Ausrüstern des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR). Darüber hinaus engagierte sich Ernst-Albrecht Assenmacher auch im Beirat der Sportartikelmesse Spoga sowie der Equitana und war bis Anfang des Jahrtausends einer der Sprecher im Arbeitskreis Ausrüstung der Deutschen Reiterlichen Vereinigung. Von 2004 bis 2007 engagierte er sich als rheinischer Delegierter der Persönlichen Mitglieder.


Neuauflage: Der sichere Kommentar

Über Schleifen und Platzierungen freuen sich alle Reiter und Fahrer. Hauptgrund für die Turnierteilnahme ist für die meisten jedoch die Frage: Bin ich mit meinem Pferd auf dem richtigen Weg? Hier hilft ein aussagekräftiges Protokoll. Es soll die Ereignisse sachlich wiedergeben, die Noten erläutern und Tipps zur Leistungsverbesserung geben. „Der sichere Kommentar“ ist eine Zusammenstellung von Stichwortvorschlägen und Schlusssätzen für Protokolle und Kommentare und bietet Richtern eine gute Arbeitsgrundlage und Hilfe für schnelles und treffendes Formulieren. Die aktuelle Auflage wurde an die neuen Richtlinien Band I (2012), das Aufgabenheft 2012, die LPO 2013 und die neuen Merkblätter der FN und der DRV angepasst und kostet 14,90 Euro. Zahlreiche Änderungen bei den internationalen Aufgaben durch die FEI haben außerdem einen Neudruck des „Aufgabenheft Reiten – INTERNATIONALE Aufgaben“ notwendig gemacht. Das Aufgabenheft in Form einer losen Blattsammlung kostet 9,90 Uhr. Beide Produkte sind erhältlich im FNverlag, www.fnverlag.de, Telefon 02581/6362-154 oder -254, E-Mail vertrieb-fnverlag@fn-dokr.de.

Vorreiter-Team zu Gast im Deutschen Bundestag

Das erlebt man nicht jeden Tag: Bei einem Besuch im Deutschen Bundestag konnte sich das Vorreiter-Team der FN mit MdB Gudrun Zollner über ehrenamtliches Engagement austauschen. Warum engagiert sich jemand überhaupt ehrenamtlich? Wie sind die Rahmenbedingungen? Welche Projekte bewegen die Reitvereine?

„Ein solcher Erfahrungsaustausch zeigt einmal mehr den Ideenreichtum und das großartige Engagement, mit dem in unseren Reitvereinen täglich zum Wohle unserer Pferde gearbeitet wird“, sagte die Politikerin, die selbst im Pferdesport zuhause ist und als Mitglied des Sportausschusses, des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie als Mitglied des Unterausschusses Bürgerschaftliches Engagement des Deutschen Bundestages eine ideale Gesprächspartnerin für die jungen Ehrenamtler war.

Infos unter www.pferd-aktuell.de/vorreiter-team.


Chris Bartle für sein Lebenswerk ausgezeichnet

„Da kann ich mich ja jetzt zur Ruhe setzen“, reagierte Chris Bartle mit typisch englischem Humor auf seine Auszeichnung zum Trainer des Jahres. Erstmals vergab die British Horse Society diesen Titel, mit dem das Lebenswerk einer Trainerpersönlichkeit gewürdigt wird, die ihre Karriere dem Wohl von Pferd und Reiter gewidmet hat und bereit ist, die berühmte Extrameile zu gehen, um die Reiter beim Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen. Bei der Abstimmung konnte sich Bartle, der seit 2001 die deutschen Vielseitigkeitsreiter zusammen mit Hans Melzer trainiert und mit ihnen zwei Mal Doppel-Gold bei Olympischen Spielen und zuletzt bei den Weltmeisterschaften in Caen gewinnen konnte, gegen namhafte Konkurrenz wie Jenny Loriston-Clarke, Gill Watson, Trish Gardiner, Judy Harvey und den langjährigen Equipechef der britischen Vielseitigkeitsreiter Yogi Breisner durchsetzen.

Reitmeister Klaus Balkenhol wurde 75 Jahre alt

Reitmeister Klaus Balkenhol feierte seinen 75. Geburtstag. Balkenhol, der mit seiner Familie im westfälischen Rosendahl lebt, zählt fraglos zu den größten Trainerpersönlichkeiten unserer Zeit. Nach den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta, wo er mit dem westfälischen Wallach Goldstern zum Gold-Team gehörte, übernahm der gebürtige Westfale den Posten des Bundestrainers der deutschen Dressurreiter. Während seiner vierjährigen Amtszeit gewannen die deutschen Mannschaften vier Goldmedaillen bei Championaten sowie zweimal Einzel-Gold und zweimal Einzel-Silber. Später sammelte er auch als Nationaltrainer des US-Dressurteams etliche Medaillen. International erfolgreiche Reiterinnen wie Helen Langehanenberg, die Britin Laura Tomlinson (Bechtolsheimer) sowie seine Tochter Anabel erhielten von ihm den Feinschliff für den ganz großen Sport. 2011 verlieh ihm die FN den „Reitmeister“. Herzlichen Glückwunsch!

Otto-Lörke-Preis für drei Dressurpferde verliehen

In diesem Jahr wurde gleich dreimal beim Turnier „Stuttgart German Masters“ der Otto-Lörke-Preis für die Ausbildung eines höchstens zehn Jahre alten Nachwuchs-Grand-Prix-Pferdes vergeben. Bei der nun 29. Auflage standen Ullrich Equine’s St. Emilion (Reiterin: Dorothee Schneider), Zaire (Jessica von Bredow-Werndl) und Weihegold OLD (Isabell Werth/Beatrice Buchwald) im Rampenlicht. Die Auszeichnung würdigt das Lebenswerk des herausragenden Berufsreiters und Ausbilders Otto Lörke (1879-1957).

Eigentlich ist nicht der Vierbeiner Preisträger, sondern der Reiter, der Ausbilder und der Besitzer des jungen Dressurpferdes, das dem Dressurausschuss des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei (DOKR) durch herausragende Erfolge in Grand-Prix-Prüfungen aufgefallen ist. Initiiert hat den Preis Liselott Schindler-Rheinberger, Deutschlands erste Olympiasiegerin im Pferdesport (Dressur 1972) und einst selbst Schülerin von Otto Lörke.

Bereits 14 Siege in Klasse S und in Grand Prix-Prüfungen hat Ullrich Equine’s St. Emilion von Sandro Hit-Ehrenwort mit seiner Ausbilderin Dorothee Schneider (Framersheim) gesammelt. Zaire ist eine zehnjährige niederländische Stute von Son de Niro-Jazz. Sie wird ausgebildet von Jessica von Bredow-Werndl, ihrem Bruder Benjamin Werndl und Jonny Hilberath. International gewann sie bereits Grand Prix und Special in Kaposvar. Weihegold OLD war schon in jungen Jahren ein bekanntes Pferd. Mehrfach wurde sie zur Oldenburger Landeschampionesse gekürt, war Finalistin der Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde und siegte im Finale des Nürnberger Burg-Pokals 2013. Die neunjährige Don Schufro-Sandro Hit-Tochter wurde von Beatrice Buchwald in den Grand Prix Sport gebracht und nun von Isabell Werth erstmals international in Oldenburg eingesetzt.

Vorheriger Artikel

Ausgabe 01/2015
Editorial

Nächster Artikel

Ausgabe 01/2015
Leserbriefe

Teilen

Teilen Sie diesen Beitrag mit Freunden