Leserbriefe

Leserbriefe geben nicht die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe gekürzt oder in Auszügen zu veröffentlichen. Anonyme Zuschriften werden nicht berücksichtigt.

Zum Artikel „Impfen – warum eigentlich“ in Ausgabe 11/2014:

Als langjähriges PM, Tierärztin mit der Zusatzbezeichnung „Betreuung von Pferdesportveranstaltungen“ und eifrige Leserin des PM-Forums war ich bei der Durchsicht der aktuellen Ausgabe ehrlich gesagt etwas entsetzt über den Artikel „Impfen“ von Dr. Michael Düe. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass er den Artikel so verfasst hat. Jedenfalls wird auf die Fragestellung „Tollwut bei Pferden – ist die Impfung wirklich nötig?“ mit einer Erläuterung der Tetanus-Erkrankung und Impfung geantwortet. Außerdem ist mir nicht ganz klar, was mit einer „tollwutgefährdeten Region“ gemeint ist, da Deutschland seit Jahren (2006 oder 2007) tollwutfrei ist. Lediglich Fledermäuse haben noch ab und an Tollwut, diese aviäre Tollwut ist aber nicht mit der der Säugetiere gleichzusetzen.

Anja Caßardelli, Burscheid

Anmerkung der Redaktion:
Es ging in der Tat um die Vorbeuge gegen eine Tetanusinfektion und nicht, wie dort fälschlicherweise geschrieben: „Tollwut bei Pferden. . .“. Also richtig wäre gewesen: „Tetanus bei Pferden, davon hört man wenig. Ist die Impfung wirklich nötig?“

Zum Artikel „Robustes auf dem Viereck“ in Ausgabe 10/2014:

In dem Artikel heißt es unter anderem: „Wer die Robusten unter den Pferden trainiert, muss sich allerdings darüber im Klaren sein, dass die meisten früher an ihre Grenzen stoßen als für die sportliche Nutzung gezüchtete Pferderassen. Über diese Grenzen hinausgehen zu wollen, wäre dem Pferd gegenüber ungerecht. Träumt man also von einer Dressurkarriere, sollte man sich bei der Pferdesuche für ein entsprechend talentiertes Warmblut entscheiden.“ Was ist denn das für eine Message? Der erste Satz ist eigentlich ein Armutszeugnis für den Dressursport. Oder positiver formuliert, hier spricht endlich mal einer Tacheles und sagt, wie es ist: Was ist, wenn du in der Dressur Erfolg haben willst, dann kauf Dir erst einmal das richtige Sportgerät/-material. Wenn Dich allerdings das extrem harte Schicksal getroffen hat, dein Herz an ein kurzbeiniges, pummeliges und ungelenkiges Robustpferd vergeudet zu haben und du es nicht einfach austauschen willst, tja, dann kann dir auch keiner helfen. Vielleicht bin ich sehr naiv, aber für mich ist Reiten eine Lebenphilosophie. Jeden Tag bekommt man durch sein Pferd einen Spiegel vorgehalten. Mit dem Reitlehrer zusammen arbeitet man an seinen Schwächen, ebenso wie an seiner Persönlichkeit und Einstellung. In diesem Artikel bekomme ich allerdings den Eindruck, dass Reiten und insbesondere Dressurreiten eine reine Schleifchenjagd ist. Die Dressur ist für das Pferd da und nicht das Pferd für die Dressur!

Petra Stephan, per Mail

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