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PM-Forum Ausgabe 10/2025
Editorial
Liebe Persönliche Mitglieder,
es ist Herbst geworden, Blätter und Früchte fallen von den Bäumen – und der Wind weht deren Samen umher. Was für Kinder ein großer Sammelspaß mit Kastanien, Eicheln, Bucheckern und Co. ist, kann für Pferde auch schnell zur Gefahr werden. So sind beispielsweise Eicheln – in sehr großen Mengen verzehrt – für Pferde giftig und können unter anderem zu Koliken, Nieren- und Leberschäden sowie blutigem Durchfall führen.
Foto: FN-Archiv
Eine noch größere und bisweilen abstrakte Gefahr ist der Ahorn, genauer gesagt der Bergahorn. Nimmt ein Pferd die Samen des Baums auf, kann dies eine Atypische Weidemyopathie auslösen. Diese beginnt meist plötzlich und kann innerhalb weniger Stunden tödlich verlaufen. Bis heute ist nicht restlich geklärt, wie genau es zu dieser Erkrankung kommt und weshalb manchmal einige Pferde auf einer Weide erkranken, andere Weidepartner hingegen putzmunter sind. Ab Seite 26 können Sie sich einen Überblick über alle Fakten und Symptome zur Atypischen Weidemyopathie verschaffen und erfahren, wie Sie Ihre Pferde bestmöglich schützen. Schutz ist auch ein Stichwort für unser Titelthema: Auf Turnieren gehören Ausrüstungs- und Pferdekontrollen zum Standard. Dabei rücken immer auch die Zäumung und deren korrekte Verschnallung in den Blickpunkt – zum Schutz der Pferde. Denn sitzt die Zäumung nicht korrekt, können sensible Nerven und andere Strukturen im Kopf-, Maul- und Nasenbereich des Pferdes empfindlich gestört werden.
Der Beitrag sensibilisiert für dieses wichtige Thema, blickt auf die korrekte Verschnallung von Zäumungen und erklärt, warum der von einigen fast schon vorwurfsvoll verteufelte Kinnriemen durchaus seine Berechtigung hat. Neugierig? Dann lesen Sie gleich auf Seite 8 weiter. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Lesen und Wissen auffrischen. Und erfreuen Sie sich mit Ihren Pferden an den schönen Seiten des Herbstes – ausreiten im bunten Herbstlaub und dabei die klare Luft atmen. Entspannung für Pferd und Mensch.
Herzliche Grüße
Dr. Henrike Lagershausen
Teamleitung Veterinärmedizin und Tierschutz der Deutschen Reiterlichen Vereinigung
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