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Pferdezucht: Farbvererbung unter der Lupe

Wie kommt die Farbe ans Pferd?

Ein gutes Pferd hat zwar niemals eine schlechte Farbe, aber dennoch nimmt auch die Farbe als Element des Exterieurs vielfältigen Einfluss auf Individualerkennung, Rasse, gewünschte Anpaarungen, Wert des Tiers und auch auf die Gesundheit. Grund genug, sich das Thema Farbvererbung einmal genauer anzuschauen.

Ein Kopf, vier Beine, jedoch unzählig viele verschiedene Farben: Die Welt der Pferde ist bunt, wie sich Aussehen vererbt ein komplexes Thema. Alle Fotos: Christiane Slawik

Farben über Farben, die Welt der Pferde ist bunt. Dabei gibt es bei Pferden nur drei Grundfarben: Rappe, Brauner und Fuchs. In ihrer Normalform sind sie optisch gut zu unterscheiden. Die Farben entstehen durch das Zusammenwirken verschiedener Gene. „Gene sind die bei allen Lebewesen vorkommenden Anlagen für die Vererbung wie zum Beispiel das Melanocortin-1-Rezeptor-Gen, auch MC1R genannt. Dieses Gen ist dafür verantwortlich, welche Farbpigmente genetisch überhaupt von den Farbzellen gebildet werden können. Bei Säugetieren gibt es nur zwei Möglich-keiten: Gelb-rotes Phäomelanin oder schwarz-dunkelbraunes Eumelanin können über dieses MC1R-Gen geregelt werden“, erläutert Dr. Monika Reißmann von der Humboldt-Universität Berlin die Grundlagen der Genetik für Farbauslagen beim Pferd und fährt fort: „Dabei kommen nun auch Allele (siehe Glossar) ins Spiel. Hat ein Pferd das dominante Schwarz-Allel (E), dann können schwarze Farbpigmente produziert werden, also haben wir die Grundlage für einen Rappen oder einen Braunen. Durch eine Mutation, die zum rezessiven Fox-Allel (e) führt, verliert der MC1-Rezeptor seine Funktion. Dann können die Zellen keine schwarzen Pigmente produzieren, sondern anstelle dessen das gelb-rote Phäomelanin. Habe ich nun zwei Kopien dieses Allels – weil ja jedes Chromosom doppelt im Körper vorkommt – dann entstehen Füchse“, erklärt sie.

Viele Gene und Möglichkeiten

Schön, wenn es so einfach bliebe: Es wird geschätzt, dass es bei Pferden ungefähr 380 Gene gibt, die in irgendeiner Art und Weise Einfluss auf die Farbe haben. Manche Ausprägungen sind sichtbar, andere wiederum nur per Gentest nachweisbar. Bisher sind ca. 25 Gene für die Farberscheinung beim Pferd genauer bekannt, wovon zum Beispiel das KIT-Gen allein über 36 Allele aufweist, das bedeutet, es existieren allein 36 verschiedene Varianten dieses einen Gens. Einige Gene können die drei Grundfarben aufhellen, was dann zu Bezeichnungen wie Falbe, Isabell, Silber oder Pearl führt. Auch sind mehrere Aufhellungsvarianten einer Grundfarbe gleichzeitig möglich. Je nach Aufhellungsvariante gibt es wieder besondere Farbbezeichnungen. Dazu ein Beispiel: Werden nun zwei Fuchsisabellen miteinander verpaart und geben beide das Creme-Allel weiter, dann entstehen Nachkommen, die noch stärker aufgehellt sind. Diese werden als Weißisabellen (in diesem Fall als Fuchsweißisabellen oder Cremellos) bezeichnet, die ihrerseits wiederum immer ein Creme-Allel an ihre Nachkommen weitergeben. So lassen sich durch die Anpaarung mit Weißisabellen andere Farben immer aufhellen. Aufhellungen können auch nur das Langhaar betreffen wie zum Beispiel bei Schwarzwälder Füchsen. Die möglichen Farbvarianten potenzieren sich je nach Anpaarung also recht schnell.

Besonderheit Schecken

Hinzu kommen dann schließlich noch Schecken, die unabhängig der Grundfarbe und der Aufhellung aufgeführt werden, da jedes Gen unabhängig vonden anderen vererbt wird. Schecken charakterisieren sich durch das Nebeneinander von farbigen und weißen Haaren, was wiederum durch zahlreiche Gene hervorgerufen wird, und zu vielen Farbvarianten und -kombinationen führen kann. „Streng genommen sind also alle Pferde mit Abzeichen schon Minimalschecken. Abzeichen nehmen aber eine Sonderstellung in unserer Bewertung ein, weshalb man natürlich nicht gleich von Schecken spricht, wenn ein Pferd nur eine Blesse oder Abzeichen an den Beinen hat“, erklärt Dr. Reißmann, Expertin für Farbgenetik. Die Farbspanne bei Pferden ist entsprechend groß und reicht von reinweißen Pferden mit rosafarbener
Haut und hellblauen Augen bis zu rabenschwarzen Pferden mit schwarzen Augen und dunkler Haut.

Die Sache mit den Abzeichen

Die Abzeichen nehmen hinsichtlich der Farb-Kategorisierung eine gewisse Sonderstellung bei Pferden ein. Wie erwähnt, sind Pferde mit Blesse oder Abzeichen an den Beinen streng genommen Minimalschecken. Bei Rassen, die gewöhnlich keine klassischen Schecken aufweisen, werden Abzeichen eher nicht für die Farbkategorisierung nach FN-Farbkatalog berücksichtigt. Allerdings sind die Grenzen zwischen Abzeichen und Schecken fließend. Blesse und Beinabzeichen können ganz unterschiedliche Ausprägungen haben und wirken auch als Erkennungsmarker des Pferdes. Das Auftreten von Abzeichen ist aber keineswegs völlig zufällig. Die grundsätzliche Anlage dazu wird mitvererbt. „Im Fetalstadium eines Fohlens wandern die Farbzellen aus der Neuralleiste zu ihrem Bestimmungsort, werden quasi über die gesamte Haut verteilt. Das Zeitfenster dieses Prozesses ist allerdings sehr kurz. Werden die Farbzellen nun behindert oder sind zu langsam, dann kann es passieren, dass sie einige Bereiche des Körpers nicht mehr erreichen. Da der Kopf, vor allem die Nasenlinie, und die Beine am weitesten von der Neuralleiste, der späteren Wirbelsäule, entfernt sind, zeigen sich die Abzeichen meistens dort“, erklärt Dr. Reißmann. Durch diesen Prozess entstehen letztlich sowohl die Scheckungen als auch die Abzeichen. Die Anlage für die Bewegung der Farbzellen wird vererbt, deshalb ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Nachkommen von zwei Pferden ohne Abzeichen auch keine Abzeichen aufweisen und umgekehrt.

Sonderfall Schimmel

Schimmel sind eine Besonderheit und stellen keine Grundfarbe dar. „Wenn ich von einem Schimmel spreche, dann spreche ich nicht von einer Farbe, sondern vielmehr vom fortschreitenden Verlust der Produktion an Farbpigmenten“, erläutert Dr. Reißmann. Schimmel haben also Farbzellen, die mit der Zeit allerdings die Produktion an Farbpigmenten einstellen. Deshalb haben Schimmel auch eine dunkle Haut und werden in einer der Grundfarben bzw. mit einer Aufhellung oder auch Scheckung geboren. Jeder Schimmel verfügt über mindestens ein Schimmel- Allel (G), das dominant wirkt. Verpaart man also einen mischerbigen Schimmel mit einem Nicht-Schimmel, dann besteht eine 50-prozentige Chance, dass das Fohlen auch Schimmel wird. Bei reinerbigen Schimmeln sind die Nachkommen hingegen immer Schimmel. Schecken haben im Gegensatz zu Schimmeln im Bereich der weißen Flecken überhaupt keine Farbzellen an den Haarwurzeln, wodurch die Haare weiß erscheinen und auch eine rosafarbene Haut vorliegt. „Albinos sind dagegen eine andere Besonderheit, die beim Pferd bisher nicht nachgewiesen wurde. Albinos, wie sie von Mäusen oder Kaninchen bekannt sind, haben sehr wohl Farbzellen im Bereich der Haarwurzeln. Diese können aber von Anfang an aufgrund eines defekten Enzyms (Tyrosinase) keine Farbpigmente ausbilden. Nur weil ein Pferd weiß ist, ist es kein Albino“, weiß Dr. Reißmann.

Und in Deutschland?

„Die deutsche Pferde- und Ponyzucht ist bunt. In unserer aktuellen Tabelle mit allen standardisierten Codierungen für Pferdefarben sind insgesamt 240 unterschiedliche Farbschlüssel vergeben. Die Hitliste der in der FN-Datenbank registrierten Pferde führen die Braunen an, gefolgt von Füchsen und Dunkelbraunen. An achter Stelle sind schon die ersten Schecken, die Braun- Schecken, zu finden. Aber auch ausgefallene Farbgebungen wie Braunchampagner-Tobiano (Amber champagne tobiano) oder Rappfalb-Stichel (Blue dunroan, Rappfalb-Farbwechsler) sind vorhanden, diese allerdings nur sehr selten“, sagt Dr. Teresa Dohms-Warnecke, stellvertretende Geschäftsführerin des FN-Bereichs Zucht.

Abzeichen sind besonders: An diesen Körperstellen befinden sich gar keine Farbzellen. Die Veranlagung für Abzeichen wird mitvererbt.

Es gibt grundsätzlich nur drei Grundfarben bei Pferden: Rappe, Fuchs und Brauner.

Cremellos bzw. Fuchsweißisabellen sind doppelt aufgehellt. Bei einer weiteren Verpaarung geben sie immer ein Creme-Allel weiter.

Das Mehlmaul gehört zur Pangaréaufhellung, das Gen dazu hat man allerdings noch nicht gefunden.

Die Art der Scheckung wird durch die Genetik bestimmt, deshalb besitzen die Scheckarten auch erst einmal ein bestimmtes Muster. Fließende Übergänge und eine individuelle Farbzellwanderung machen eine eindeutige Unterscheidung jedoch häufig schwer. Hier hilft dann nur ein Gentest.

Blick auf Spezialrassen

In einigen rassespezifischen Zuchtverbänden werden zum Erscheinungsbild der Pferde genaue Vorschriften gemacht, die meist über das Zuchtziel definiert sind. Dabei spielt zugehörig zum Merkmal des Exterieurs auch die Farbe eine wichtige Rolle. „In vielen Zuchtzielbeschreibungen gibt es keine Einschränkungen bei den gewünschten Farben, so dass Pferde und Ponys mit allen möglichen Farbgebungen im Zuchtbuch eingetragen werden können. Aber in einigen Zuchtprogrammen sind gewisse Farben unerwünscht und dann werden die Zuchtpferde aus dem Zuchtbuch ausgeschlossen. Als Beispiel kann hier die Zucht von Shetland Ponys genannt werden, da das Ursprungszuchtbuch des Shetland Ponys alle Ponys und deren Vorfahren mit Tigerscheckung von der Zucht ausschließt. In der Reitpferdezucht haben beispielsweise die Holsteiner im Zuchtziel die Vorgabe, dass braune Pferde bevorzugt und Schecken ausgeschlossen werden“, erläutert Dr. Teresa Dohms-Warnecke. Und es gibt noch weitere bekannte Beispiele.

Haflinger

Der Haflinger wird bezüglich auf die Farbe wie folgt beschrieben: Fuchsfarben in den verschiedenen Abstufungen mit hellem Langhaar. Farbunreinheiten wie Stichelhaare sind unerwünscht. Ein Kopfabzeichen ist erwünscht, Beinabzeichen sind unerwünscht. Da Haflinger reinerbige Füchse sind, kann bei einer Anpaarung auch nur ein Fuchs herauskommen, außer es kommt zu einer  Spontanmutation. Aufhellungen und Scheckungen sind bei Haflingern nicht bekannt.

Friesenpferd

Friesenpferde sollen laut Zuchtziel komplett schwarz sein, sie sind also Rappen, weshalb bei einer Anpaarung niemals ein Brauner herauskommen kann. Allerdings ist genetisch trotzdem das Fuchs-Allel vorhanden, dieses vererbt sich rezessiv. Je nach Reinerbigoder Mischerbigkeit des Schwarz-Allels bei den Eltern könnten bei der Anpaarung also auch Füchse herauskommen, dies ist jedoch unerwünscht. Deshalb müssen alle Friesenpferdhengste vor Zuchtzulassung auf ihre Farbgenetik geprüft werden. Weiße Abzeichen im Gesicht sind bei Friesen übrigens sehr wohl erlaubt, solange sie nicht größer als drei Zentimeter sind und nicht unterhalb der Augenlinie liegen. Weiße Abzeichen an anderen Körperstellen sind hingegen nicht erlaubt.

Einfluss auf die Gesundheit

Prinzipiell kann jede Aufhellung, also Farbzellen, die nur reduziert Farbe produzieren, gesundheitliche Folgen mit sich bringen. Denn um Farbpigmente produzieren zu können, brauchen die Farbzellen spezielle Enzyme, die im Körper gegebenenfalls auch für andere Prozesse benötigt werden. Verhindert eine Mutation nun die Ausprägung einer Farbe, dann liegt es daran, dass das benötigte Enzym nicht im Körper vorkommt. „Ein Beispiel dafür ist die Silberfarbe. Eine Mutation verhindert, dass das schwarze Pigment richtig ausgebildet wird. Das führt aber auch dazu, dass Prozesse im Auge nicht richtig ablaufen können. Bei Pferden, die reinerbig für die Silbermutation sind, tritt dann häufig das sogenannte MCOA-Syndrom auf. Ein angeborener Augenfehler, bei dem sich beispielsweise Zysten an der Iris bzw. im Augeninnern bilden, der Augapfel weit aus den Augenhöhlen heraussteht und sich andere Anomalien am Auge zeigen“, erklärt Expertin Dr. Reißmann. Dieser Augenfehler wurde als erstes bei Rocky Mountain Horses beschrieben, die häufig ein silberfarbenes Fell (Z-Mutation im SILV-/PMEL17-Gen) aufweisen. In mehreren Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Augenerkrankungen mit der Silber-Mutation zusammenhängen. Pferde, die für das Silber-Allel Z homozygot – also reinerbig sind – weisen schwere Veränderungen am Auge auf; Pferde, die für das Allel heterozygot sind, zeigen meist nur Zysten in der Iris.

Farbe als Todesurteil

Auch Schecken entstehen durch Mutationen, die gelegentlich sogar tödlich sind, wenn das entsprechende Allel reinerbig ist. Man spricht dann von homozygot letal. „Das zeigt sich beispielsweise bei den Overo-Schecken, deren Nachkommen beim Zusammentreffen von zwei Overo-Allelen, ein Megakolon ausbilden, also eine massive Erweiterung des Dickdarms durch fehlende Nervenzellen in dem Bereich. Diese Pferde sterben dann als neugeborenes Fohlen, weil sie keine Darmperistaltik, also keine Darmbewegungen haben. Dazu sind sie reinweiß, haben rosafarbene Haut und sind taub“, erklärt Dr. Reißmann. Overo-Schecken zeigen meist eine sehr breite, den ganzen Kopf betreffende Blesse (große Laterne). Die Scheckung kreuzt nicht die Rückenlinie und die einzelnen Scheckenflecke sind in der Umrandung nicht klar abgegrenzt zum übrigen Fell, sondern wirken fransig und stichelhaaarig. Die Overo-Scheckung ist aber nicht immer eindeutig zu erkennen, vor allem dann nicht, wenn weitere Scheckvarianten hinzukommen wie Tobiano oder Sabino. Da der letale, also nicht lebenfähige, Genotyp entsteht, wenn zwei Overo-Allele (reinerbig) aufeinandertreffen, sollten nie zwei Overo-Schecken (mischerbig für das Overo-Allel) miteinander verpaart werden, da dies mit einer Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent zu letalen weißen Fohlen führt.

Bei der Farbe Silver (auch Windfarbe) hellt das Silver-Gen lediglich das Langhaar auf, weil das dunkle Eumelanin dort nicht bzw. nur verringert produziert wird.

Schimmel ist keine Grundfarbe. Die Farbzellen stellen erst im Laufe der Zeit allmählich die Produktion von Farbpigmenten ein. Deshalb haben Schimmel auch eine dunkle Haut und werden stets in einer der Grundfarben geboren.

Falben entstehen durch die Aufhellung der Grundfarben durch das Dun-Gen, wobei die Aufhellung nur den Rumpf umfasst. Typisch sind dunkle Mähne, Schweif und Gliedmaße; meist gepaart mit Aalstrich.

Die Tobiano-Scheckung ist mit die am häufigsten auftretende Scheckung beim Pferd. Diese Pferde zeigen große weiße Flecken mit definiertem Rand, die sich über die Rückenlinie ziehen.

Farbe mit Verantwortung

Neben dem genetischen Einfluss auf die Gesundheit spielen aber auch sekundäre Faktoren eine Rolle. Weißisabellen haben zum Beispiel eine weiße Haut und hellblaue Augen. Sie sind besonders sonnenempfindlich. Das Management muss also mit Blick auf die Haltung so angepasst werden, dass die Haut und die Augen durch Sonneneinstrahlung keinen Schaden nehmen. „Aus diesem Grund gibt es eine Empfehlung der FN-Mitgliedszuchtverbände für die Zucht und Haltung von Weißisabellen. Diese sieht vor, dass ein Gentest vor der Anpaarung der Pferde durchgeführt werden soll, um nicht aus züchterischer Sicht die Creme-Aufhellungen von beiden Elternteilen zu bekommen. Die Verantwortung liegt beim Pferdehalter und Züchter – vor allem, wenn es um Sonderfarben und etwaige damit einhergehende Erkrankungen geht“, resümiert Dr. Teresa Dohms-Warnecke.

Die bunte Welt der Pferde

Ob einfarbig, mit großen Abzeichen, heller Mähne oder ganz besonderer Scheckung: Bei ca. 380 verschiedenen Farbgenen ist es nicht immer eindeutig möglich, die Farbe eines Pferdes genau zu bestimmen. Sie dient alsIndividualerkennung, bedient verschiedene Geschmäcker, lässt dabei so manchen Pferdemenschen träumen und ist dennoch auch ein Hinweis auf die Gesundheit. So hat ein gutes Pferd am Ende zwar niemals eine schlechte Farbe, dennoch sollten sich insbesondere Züchter ihrer Verantwortung bei der Anpaarung zweier Elterntiere bewusst sein, um unerwünschte Farben und damit verbundene Folgen von vornherein zu vermeiden.

Lorella Joschko

Kleines Glossar der Fachbegriffe

  •  Gen: Einheit aus Erbinformationen, die für die Ausprägung eines Merkmals verantwortlich ist.
  • Allel: Die Variante eines Gens, die die Ausprägung eines Merkmals bestimmt.
  • Mutation: Veränderung der genetischen Information eines Gens.
  • Phänotyp: Das konkrete, äußere Erscheinungsbild eines Organismus; die Menge aller Merkmale.
  • Genotyp: Die Gesamtheit aller Gene eines Organismus, also alle seine Erbinformationen.
  • rezessiv: zurücktretend bzw. nicht in Erscheinung tretend; ein Allel, das zwar vorhanden ist, in der Ausprägung jedoch gegenüber einem anderen Allel zurücktritt.
  • dominant: das dominante Allel wird bei heterozygoten Individuen im Phänotyp ausgeprägt.
  • heterozygot: mischerbig; beide Allele eines Merkmals sind verschieden.
  • homozygot: reinerbig; beide Allele eines Merkmals sind identisch.
  • Enzym: biochemischer Katalysator, der bestimmte Reaktionen unterstützt und beschleunigen kann.

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