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Smartphones: Fluch oder Segen?
Chatten auf dem Pferderücken

Olympiasiegerin und Weltmeisterin Charlotte Dujardin kommt zum CSIO nach Mannheim
Die Jubiläumsveranstaltung zum 100. Nationenpreis der Springreiter in Deutschland vom 16. bis 19. Juli wird ein Fest des Springsports – aber mit Ausnahmen, denn im Rahmenprogramm bietet Turnierleiter Peter Hofmann einen ganz besonderen Leckerbissen: Die britische Seriensiegerin Charlotte Dujardin und Dressurkönigin Isabell Werth werden beim Galaabend gemeinsam im Pas de Deux zu bewundern sein.
Am Abend des 18. Juli heißt es im VV Reitstadion „Mannheim – City of Music, Horses and Emotions“. Für Peter Hofmann geht damit ein Traum in Erfüllung. „Gerade beim Schauabend ist es uns ein Anliegen, das Pferd in all seinen Facetten dem Menschen näher zu bringen, und mit diesem einzigartigen Pas de Deux werden wir den Zuschauern ein Erlebnis bieten, das so noch nie da gewesen ist. Hier schreibt Mannheim wieder einmal Reitsportgeschichte!“

Balve Optimum Award für Hans-Peter Schmidt

Auszeichnung in Balve: Hans- Peter Schmidt mit Laudatorin Isabell Werth und Turnierchefin Rosalie Gräfin von Landsberg- Velen.
Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften in Balve wurde ein Mann geehrt, der sich seit fast 25 Jahren für die Förderung des Dressursports engagiert: Hans-Peter Schmidt, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats der Nürnberger Versicherungsgruppe und Präsidiumsmitglied der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, erhielt aus den Händen von Turnierleiterin Rosalie Gräfin von Landsberg- Velen den „Balve Optimum Award“. Die Laudatio sprach Isabell Werth, die besonders die Bedeutung des Nürnberger Burg-Pokals hervorhob. Diese vor 24 Jahren von Hans-Peter Schmidt und Dr. Reiner Klimke geschaffene Prüfungsserie für junge Dressurpferde auf St. Georg-Niveau, die auch in Balve Station macht, sei ein Segen für die Förderung der Talente auf dem Weg in den gehobenen Dressursport. Viele der Burg-Pokal-Pferde überzeugten schon bald darauf in Grand Prix-Prüfungen.

Zuchtverbände suchen die Freizeitpferdechampions

Eine Woche bevor in Warendorf die besten jungen Spezialisten zu Bundeschampions gekürt werden, stellen sich am 30. August bei der „Verdiana“ die vierbeinigen Allrounder dem Vergleich. Beim 7. Bundesweiten Championat des Freizeitpferdes/-ponys stehen die vielseitig begabten vierbis siebenjährigen Nachwuchspferde und -ponys auf dem Prüfstand. An ein Freizeitpferd werden heute hohe Erwartungen gestellt: Es soll vielseitig einsetzbar sein, in Viereck und Parcours eine ordentliche Figur machen, beim Ausritt gelassen sein und sich im Umgang anständig benehmen. Nicht zuletzt soll es ein echtes Familienpferd sein, seinen Reitern auch einmal einen Fehler verzeihen und ein angenehmes Reitgefühl vermitteln. Entsprechend sehen die Aufgaben aus, die die Titelanwärter zu bewältigen haben. Den Auftakt macht eine Rittigkeitsaufgabe, bei der der eigene Reiter sein Pferd den Richtern vorstellt, gefolgt von einem Fremdreitertest. In einer Grundgangartenüberprüfung werden anschließend Schritt, Trab und Galopp überprüft und dafür jeweils eine Wertnote vergeben. Die vierte Teilprüfung besteht aus einem Gruppengeländeritt und einem Geländeparcours mit wenigen Hindernissen inklusive einer Wasserstelle. Dabei wird sowohl das Verhalten der Pferde in der Gruppe als auch die Rittigkeit am Sprung und zwischen den Sprüngen bewertet. In der letzten Teilprüfung absolvieren die Teilnehmer einen Gehorsamswettbewerb. Im Stangenlabyrinth, beim Überreiten einer Plane und beim Vorbeigehen am Rappelsack sowie weiteren Aufgaben müssen die Pferde Vertrauen und Gehorsam beweisen. Informationen und Ausschreibung unter www.pferd-aktuell.de/freizeitpferdechampionat und www.verdiana.de

Platz zwei für RFG Auetal beim dsj-Zukunftspreis

Die Reit- und Fahrgemeinschaft Auetal hat den zweiten Platz beim Zukunftspreis der Deutschen Sportjugend (dsj) „Inklusion von Kindern mit und ohne Behinderung“ belegt. Für die Nominierung des inklusiven Reitprojektes der RFG Auetal sprach in den Augen der Jury die ganzheitliche Förderung der Kinder, die über das Medium Pferd körperlich, sozial, emotional und geistig in zahlreiche über das Reiten hinausgehende Aktivitäten mit eingebunden sind. Der zweite Preis ist mit 3.000 Euro für künftige Projekte der Kinder- und Jugendarbeit dotiert. Sieger ist der Sportverein 1919 Sonsbeck, der Kinder in einem Kletterprojekt zusammenführte.

Hubertus Schmidt im Fördercentrum Mensch & Pferd

Gruppenbild mit Reitmeister: (v.l.) Anja Schneider auf dem Wallach Sammy Deluxe, Alexander Krahwinkel, Josefine Krug, Hubertus Schmidt, Rebecca Laufer, Siegfried Vollmer, Ludwiga von Korff und Denise Boleg.
Einen Einblick in seine Philosophie von Dressurpferdeausbildung gab Reitmeister Hubertus Schmidt auf dem Hof der Familie Thiesbrummel in Eckhardtsheim, wo das Fördercentrum Mensch & Pferd beheimatet ist. Neben 150 begeisterten PM lauschten auch die Auszubildenden in der 2001 von Ludwiga von Korff initiierten Einrichtung den Ausführungen des prominenten Referenten, der zwei Pferde und seine Bereiter mitgebracht hatte. Das Fördercentrum engagiert sich für 18- bis 25-Jährige, die in schwierigen Verhältnissen aufgewachsen sind und nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Sie gehen auf das Internat und erlernen den Beruf Pferdepfleger. Mit Hilfe des Springreiters Klaus Thiesbrummel ist eine Vermittlung zur Weiterbeschäftigung oft gegeben. Die Verbindung zum Förderzentrum bekommen die jungen Menschen über Förderschulen, der Agentur für Arbeit und der Integrationsfachräte.

DOSB-Ausbilderzertifikat: Gute Resonanz

Man lernt nie aus. Das wissen auch gute Lehrer. Deshalb nutzten in den letzten anderthalb Jahren über 60 Fachschul- und Lehrgangsleiter sowie Ausbildungs-Referenten ein neues Fortbildungsangebot der FN: das „DOSB-Ausbilderzertifikat“. „Für uns ist das Ausbilderzertifikat ein wichtiger Baustein für die Qualitätssicherung in der Ausbildung. Umso mehr freut es uns, dass das Fortbildungsbildungskonzept so hervorragend angenommen wird“, sagt Eva Lempa-Röller, Referentin in der FN-Abteilung Ausbildung und Wissenschaft. Das Ausbilderzertifikat des DOSB ist seit 2014 Bestandteil der Ausbildungs- und Prüfungs-Ordnung (APO). Ziel ist es, die Lehrkräfte und Referenten, die in der Trainer- und damit Erwachsenenausbildung tätig sind, in der Vermittlungskompetenz weiter zu qualifizieren, denn hier ist einiges in Bewegung. Zum einen gibt es neue Erkenntnisse darüber, wie Lernen funktioniert, zum anderen hat dies Konsequenzen für die Lehrenden. Inhalte sind die Module Sozial- und Methodenkompetenz, Kommunikation, Konfliktmanagement, Methodenvielfalt, Präsentationstechniken etc.

Leserbriefe

In der „Kiste“ füttern
Zum Thema „Sicherer Transport“ in Ausgabe 6/2015:

 

Alle unsere Pferde, welche von uns vorbereitet wurden, steigen mit Erwartung selbständig in die „Transportkiste“ ein (ein PKW ist eine Kiste für ein Pferd, ein LKW nicht). Kein Tier geht gerne in eine dunkle Kiste, aber für alle Tiere ist das Fressen das Wichtigste im Leben. Alle Pferde aus unserem Stall, die Angst vor dem Einsteigen haben (das sind meist solche, die nicht bei uns aufgewachsen sind) werden in der unheimlichen „Kiste“ gefüttert und selten, wenn es gar nicht klappt, auch getränkt. Bei dreimaligem Füttern dauert es zwei bis drei Tage, bis alle Pferde in Erwartung des Futters einsteigen, manchmal so schnell, das man bremsen muss. Beim Reiten haben die meisten inzwischen kapiert, dass mit Gewalt nichts geht. Beim Verladen der Pferde offenbar noch nicht. Wenn auf dem Transporterplatz eines Turniers oft stundenlang versucht wird, die verängstigen Pferde mit Longen in die „Kiste“ zu zwingen, kann man nur noch die Krise bekommen.

 

Peter Mumm, Erftstadt

 

 

Kurven und Hügel
Zum Beitrag: „Mit dem Pulverfass ins Gelände“, Ausgabe 5/2015:

 

Zu Ihrem Beitrag möchte ich Folgendes anmerken: Am besten im Frühling zusammen mit einem erfahrenen Pferd ausreiten. Ob Übergänge reiten wirklich ein praktikabler Weg ist, bezweifele ich vor allem bei temperamentvollen Tieren: Die müssen das immer in der Halle machen, nun wollen sie mal entspannen. Das Problem beim Ausreiten ist oft die Ortskunde der Pferde. Oft werden nur wenige Reitwege ausgewiesen. Die Galoppstrecken sind immer dieselben. Das Pferd weiß schon im Voraus, wann es richtig losgeht bzw. wann der letzte Galopp nach Hause ansteht. Schnell Feierabend machen heißt dann die Devise. Meine Tipps: 1. Vorher ausgiebig longieren, damit das Buckelpotenzial abgebaut und Energie vernichtet wird. 2. Eine Strecke aussuchen, die mit Bergauf-Strecken beginnt. Dort kommt man gut zum Sitzen und kann mit nachgebenden Zügelhilfen zeigen, dass das Tempo so gefällt. Dort auch zulegen und wieder aufnehmen. Loben. Auf dem Berg durchparieren und das Pferd loben. Den nächsten Berg suchen und das Ganze von vorne. 3. Wenn es keine Berge gibt, keine geraden Strecken, sondern kurvige auswählen, denn wenn das Pferd die Strecke nicht überblicken kann, ist der Vorwärtsdrang halb so groß. 4. Der letzte Galopp ist der schwierigste. Daher neue Varianten suchen, damit das Pferd nicht weiß, wann Feierabend ist. 5. Nach dem letzten Galopp eine Pause machen: Das Pferd kurz grasen lassen, das beruhigt. Wenn ich sicher bin, dass ich wieder aufsteigen kann, ruhig mal wieder absteigen und das Reithalfter lockern. Dann im Schritt oder maximal im langsamen Trab nach Hause.

 

Peter Klamser per E-Mail

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