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Ausblick auf die WM 2026
Vorfreude und Pferdewohl
Die Weltmeisterschaften in sechs Pferdesportdisziplinen gemeinsam an einem Ort, der wie kaum ein anderer für Pferdesportgeschichte steht: auf dem traditionsreichen Turniergelände des Aachen-Laurensberger Rennvereins in der Aachener Soers vom 11. bis 23. August 2026. Ein Blick auf Stimmen zur WM, zur Bedeutung des Pferdewohls und auf Sichtungswege.
Bei der WM 2026 werden in Aachen in sechs Pferdesport-Disziplinen neue Weltmeister ermittelt. Foto: ALRV
Foto: Monika Kaup

„Aachen ist jedes Mal ein Gänsehautmoment. Das Publikum, die Stadien, die Atmosphäre – das ist weltweit einzigartig.“
„Wir stehen sportlich sehr gut da. Die Mischung aus erfahrenen Paaren und jungen, aufstrebenden Talenten macht unser Team stark.“
„Unser Ziel ist es immer, das Pferd gesund, losgelassen und mit Vertrauen durch die Saison zu führen. Nur so können Pferde Spitzenleistungen zeigen.“
„Gute Dressurarbeit entsteht durch gute Ausbildung. Sie ist wie eine Schule – alles baut aufeinander auf. Wenn ein Pferd richtig gymnastiziert ist, sieht der Sport harmonisch aus und fühlt sich auch so an.“
Bundestrainerin Dressur
Monica Theodorescu
Die Aussagen stammen von einer Pressekonferenz im Rahmen der Messe spoga horse in Köln.
Foto: Stefan Lafrentz

„Eine Weltmeisterschaft im eigenen Land zu reiten – noch dazu in Aachen – wäre ein Traum. Dieser Ort hat eine besondere Magie“
„Das Pferd steht in allem, was wir tun, im Mittelpunkt. Nur ein Pferd, das sich wohlfühlt, kann sportliche Leistung bringen. Aber im Sport geht es nie nur bergauf. Man muss offen bleiben, sich hinterfragen und manchmal auch einen Schritt zurückgehen – immer im Sinne des Pferdes.“
Dressurreiterin Katharina Hemmer
Foto: Oxer Sport

„In Aachen werden am Ende die Teams erfolgreich sein, denen es gelingt, möglichst wenig Fehler zu machen. Auf diesem Level entscheidet jeder Fehler.“
„Bei der Zusammenstellung des Teams für Aachen spielen neben sportlicher Leistung insbesondere die Konstanz und die Pferdegesundheit eine entscheidende Rolle.“
„Wir wollen Erfolg haben – aber nicht um jeden Preis. Die Verantwortung gegenüber dem Pferd steht für uns immer an erster Stelle. Wir haben auch schon viele Situationen erlebt, in denen sich Reiter bewusst gegen eine sportliche Chance entschieden haben, um das Pferd zu schützen.“
Bundestrainer Springen
Otto Becker
Foto: Monika Kaup/FN-Archiv

„Die Weltmeisterschaften in Aachen bieten uns die Möglichkeit, den Pferdesport in der Mitte der Gesellschaft zu positionieren. Wir wollen zeigen, dass sportliche Leistung und Pferdewohl untrennbar zusammengehören – und wie verantwortungsvoller Pferdesport heute gelebt wird.“
„Ich wünsche mir ein Pferdesportmärchen, das in Aachen geschrieben wird – ein Funke, der von der Spitze in die breite Basis überspringt und viele Kinder für Pferde begeistert.“
„Pferdewohl ist keine Floskel, sondern unser zentraler Maßstab. Wir wollen transparenter erklären, was wir tun, und Regeln so gestalten, dass sie Pferde schützen und Wettbewerbsgleichheit sichern. Deutschland ist weltweit der einzige Verband, der Pferde im Training von der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) beproben lässt. Allein das zeigt, welchen Anspruch wir an Fairness und Pferdeschutz haben.“
„Wir brauchen klare Regeln, was erlaubt ist. Nur Verbotslisten zu führen, reicht nicht – wir müssen definieren, was pferdegerecht ist. In einigen Bereichen haben wir noch Luft nach oben.“
FN-Vorstandsvorsitzender Dr. Dennis Peiler
Sichtungswege zur WM in Aachen
Wer darf für Deutschland bei den Weltmeisterschaften an den Start gehen? Diese Frage klärt sich in jeder Disziplin anhand eines individuellen Sichtungsweges.
Dressur
Deutsche Meisterschaft vom 4. bis 7. Juni in Balve als Sichtung, zudem die „Covalliero Dressage Days” mit Nationenpreis auf dem Hof Kasselmann in Hagen a.T.W. vom 1. bis 5. Juli. Im Anschluss nominiert der Ausschuss Dressur in Abstimmung mit Bundestrainerin Monica Theodorescu.
Para-Dressur
Der Beirat Para-Dressur des DOKR hat einen Sichtungsweg für die Teilnahme an der WM mit verschiedenen Stationen beschlossen. Von diesen Turnieren müssen mindestens drei Sichtungen geritten werden: Turnier in Aachen vom 8. bis 11. April (Pflicht-Sichtung), Waregem/BEL vom 25. bis 26. April, Maimarkt-Turnier in Mannheim vom 1. bis 5. Mai, Deutsche Meisterschaften in Balve vom 4. bis 7. Juni (Pflicht-Sichtung), und Stadl-Paura/AUT vom 25. bis 28. Juni. Der Beirat und Bundestrainerin Silke Fütterer-Sommer nominieren dann im Anschluss.
Springen
Keine feste Station, sondern einen individuell mit Bundestrainer Otto Becker abgesprochener Sichtungsweg. Entscheidung spätestens am 27. Juli, das ist der definitive Nennungsschluss für alle Disziplinen für die WM.
Vielseitigkeit
Individueller Sichtungsweg. Dazu gehören mindestens zwei Starts mit erfolgsversprechendem Ergebnis in CCI4*/CCI5* nach eigener Wahl. Die Turniere fallen unterschiedlich ins Gewicht, je nach Anspruch und Starterfeld, empfohlen sind außerdem die deutschen 4*-Prüfungen, da dort das Trainerteam vor Ort ist und sich ein Bild machen kann. Dazu gehört neben dem CCIO4*-S-Nationenpreis in Marbach vom 14. bis 17. Mai auch die Deutsche Meisterschaft (Longines CCI5*-L und CCI4*-S Meßmer Trophy mit Deutscher Meisterschaft) vom 17. bis 21. Juni in Luhmühlen, danach wird die Longlist bekannt gegeben. Als Pflicht-Sichtung gilt das Nationenpreis-Turnier in Avenches in der Schweiz vom 16. bis 19. Juli – vier Wochen vor der WM. Im Anschluss daran legt der Disziplin-Ausschuss gemeinsam mit Bundestrainer Peter Thomsen die Reiter für Aachen fest.
Vierspänner
Deutsche Meisterschaft und Nationenpreis vom 21. bis 26. Juli in Rastede als wichtige Sichtung. Weitere Sichtungen vor Rastede sprechen die Vierspänner individuell mit Bundestrainer Karl-Heinz Geiger ab, allerdings spielen die Nationenpreise im Vorfeld dabei eine wichtige Rolle: Kronenberg/NED vom 16. bis 19. April, Kladruby nad Labem/CZE vom 23. bis 26. April und Windsor/GBR vom 14. bis 17. Mai. Auf nationaler Ebene kommen für die Sichtungseindrücke noch die Turniere in Greven und Zeiskam dazu. Der Ausschuss Fahren nominiert die Vierspänner für Aachen rund um die Deutsche Meisterschaft in Rastede.
Voltigieren
Die Gruppen müssen an zwei internationalen Turnieren teilnehmen, auch für die Einzelvoltigierer und Doppelvoltigierer gilt, dass sie an mindestens zwei internationalen Turnieren (CVI) teilnehmen. Auf Grundlage der bis dahin erbrachten Leistungen erfolgt eine Startgenehmigung für das Nationenpreis-Turnier vom 10. bis 14. Juni in Warendorf. Im Anschluss an dieses erfolgt dann die Nominierung.
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