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Besser Reiten

10 Tipps für wertvolles Longieren

Foto: Antje Jandke

1. Erfolgsrezept

Longieren kann die Arbeit sinnvoll ergänzen – wenn es fachgerecht durchgeführt wird. Das beginnt mit der richtigen Ausrüstung von Pferd und Mensch: Handschuhe, feste Schuhe, Longe, Peitsche, Hilfszügel und Trense oder Kappzaum sind die wichtigsten Zutaten.

2. Gut gegurtet

Ein guter Longiergurt lässt den Widerrist frei und bietet eine breite Auflagefläche. Das ist wichtig für die Rückentätigkeit und damit für die Losgelassenheit. Unterschiedliche Ringe ermöglichen ein individuelles Anbringen der Hilfszügel.

3. Effektive Hilfszügel

Egal ob Ausbinder, Dreiecks- oder Laufferzügel – sinnvolles Longieren in Anlehnung braucht einen Hilfszügel.

4. Kreisgänger

Die Bewegung auf dem kleinen Kreis strengt das Pferd an. Daher sind regelmäßige Handwechsel unerlässlich, am besten alle fünf bis sieben Minuten. So wird übermäßiger Belastung vorgebeugt.

5. Achtsam, bitte!

Pferde achten sehr auf die Körpersprache des Menschen, der die Longe hält. Daher gilt wie beim Reiten auch: volle Konzentration auf das Pferd, das Handy bleibt in der Tasche. Kopf hoch, Schultern parallel zum Pferd und einrahmen zwischen Longe und Peitsche.

6. Salz in der Suppe

Vom frischen Arbeitstrab zum dynamischen Arbeitsgalopp und wieder zurück, das bringt den Rücken in Schwung und lockert die Muskulatur. Die Galoppreprisen je nach Pferd eher kurz halten, dafür häufiger einbauen. Zwischendurch dann gerne zwischen Mittelschritt und Arbeitstrab wechseln, für mehr Ruhe und Konzentration.

7. Klein und groß

Wer regelmäßig maßvoll den Zirkel verkleinert und wieder vergrößert, erhöht die Anforderung an die Längsbiegung des Pferdes. Das macht geschmeidig und beweglich und erhöht die Elastizität der Bewegungen. Doch Vorsicht: Zu kleine Zirkel sind Stress für die Gelenke!

8. Cavaletti-Eskapaden

Auch bei der Arbeit an der Longe leisten Cavaletti wertvolle Dienste. Durch das höhere und weitere Abfußen verbessern sie Losgelassenheit, Geschmeidigkeit, Konzentration und Beweglichkeit. Premium-Übung: Vier Cavaletti im Trab überwinden, dann angaloppieren und kurz vor den Cavaletti wieder durchparieren – auf beiden Händen natürlich!

9. Schnell und langsam

Tempounterschiede lassen sich ebenfalls an der Longe erarbeiten. Idealerweise wird der Zirkel dabei zum Oval verlagert, an den langen Seiten dann die Tritte oder Sprünge verlängern und an den kurzen Seiten verkürzen. Für mehr Schubkraft und Durchlässigkeit!

10. Trittsache

Besonders beim Longieren sind hohe Ansprüche an den Boden zu stellen. Tiefer, unebener Boden schadet dem Bewegungsapparat und erhöht das Verletzungsrisiko. Ein Zirkel mit äußerer Begrenzung, mindestens 16 Metern Durchmesser und elastischem, gut gepflegtem Boden ist ideal.

Lina Otto

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